Nabu fordert ein Herz für Schwalben

Leidet unter Wohnungsnot - die Rauchschwalbe.
Leidet unter Wohnungsnot - die Rauchschwalbe.

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03. Juni 2009, 09:59 Uhr

Eutin/ | Es ist beeindruckend, wenn Schwalben mit rasendem Tempo durch die Luft pfeilen. Doch die gefiederten Jäger haben es schwer, beklagt der Ortverband des Naturschutzbunds (Nabu). "Kaum aus ihren afrikanischen Überwinterungsgebieten zurückgekehrt, beginnen für unsere Schwalbenarten in ihrer nördlichen Heimat auch schon die Probleme", sagt Nabu-Vorsitzender Oscar Klose. Die Umweltschützer registrieren seit Jahren eine steigende Ablehnung der eleganten Flugkünstler.

"Die Fälle, in denen Schwalbennester von den Wänden geschlagen oder ihre Ansiedlung mit Flatterband oder ähnlichem verhindert werden soll, nehmen stetig zu", beklagte Klose. Dabei hätten es Rauch- und Mehlschwalbe, die aktiv die Nähe des Menschen suchten, zunehmend schwerer, sich erfolgreich fortzupflanzen. Das Fehlen von Lehm als Nistmaterial sowie der durch zunehmenden Insektizideinsatz zu verzeichnende Rückgang der Fluginsekten seien Gründe dafür. "Unsere Schwalben haben es also schon schwer genug und verdienen Unterstützung statt Ablehnung", appelliert Klose. Ganz zu schweigen davon, dass das Entfernen der Nester einen Verstoß gegen artenschutzrechtliche Bestimmungen darstelle.

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