Brief an Polizeistation in Heiligenhafen : Mutmaßlicher Absender von „Waschpulver-Brief“ ermittelt

Vor Ort ist es ruhig: Der Bereich um die Polizeistation ist abgesperrt. Die Einsatzkräfte warten auf Gefahrgutexperten aus Hamburg.
Das Polizeirevier war in der vergangenen Woche nach dem Eingang des Briefes evakuiert und abgesperrt worden.

Der Mann aus Hamburg soll bereits mehrfach solche Briefe verschickt haben. Sein Motiv ist unklar.

shz.de von
28. Juni 2018, 17:52 Uhr

Heiligenhafen | Nachdem über Wochen hinweg immer wieder Briefe mit weißem Pulver in Behörden und Unternehmen aufgetaucht sind, hat die Polizei einen Tatverdächtigen ermittelt. Ein 52 Jahre alter Hamburger soll zwischen Ende Mai und Ende Juni mehrere Briefe mit Waschmittel verschickt haben, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte.

Das verdächtig wirkende Pulver hatte Behörden und Unternehmen in Hamburg, Schleswig-Holstein und Berlin in Aufregung versetzt. Zum Motiv des Mannes könne die Polizei noch nichts sagen. Auch wie viele Briefe der Mann insgesamt verschickt haben soll, sei derzeit noch völlig unklar, sagte eine Sprecherin der Polizei. Die Beamten überprüften jetzt ähnliche Fälle aus ganz Deutschland.

Zuletzt war am 19. Juni ein Brief beim Polizeirevier in Heiligenhafen eingegangen, aus dem ein weißes Pulver rieselte. Das Revier musste geräumt werden. Verletzt wurde niemand. Das Verschicken von „Waschpulver-Briefen“ sei eine Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung einer Straftat, sagte die Polizeisprecherin.

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