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Ostholsteiner Anzeiger

24. August 2017 | 09:02 Uhr

Muss nachgebessert werden?

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Bauausschuss stellt bei Ortstermin Mängel fest / Treppenthema neu aufgerollt: „Es geht, es kostet nur mehr“

Vor ihrer eigentlichen Sitzung trafen sich die Bauausschussmitglieder zum Ortstermin, um sich die Ergebnisse ihrer schon gefassten Beschlüsse in der oberen Peterstraße anzuschauen. Neben der Barrierefreiheit, die in Eutin mit dem Stadtentwicklungskonzept in der Innenstadt erreicht werden soll, ging es vor Ort auch um das Problem mit der Treppenverbindung zwischen Peterstraße und der Straße Am Mühlenberg.

„Wir hatten uns Barrierefreiheit anders vorgestellt“, sagte Alexander Bauer vom Mobilitätsbeirat. Er hatte zum Ortstermin einen Rollstuhl mitgebracht, in dem die Bauausschussvorsitzende Monika Obieray selbst durch die Entwässerungsrinne zwischen „Straße“, gepflastert mit Naturstein, und Fußweg in rotem Klinker geschoben wurde – und mit den Füßen hängen blieb. „Das geht ja gar nicht“, sagte sie. Auch die Schwelle, die es derzeit vom Durchgang Protalis in Laufrichtung Innenstadt vom Klinker zum Natursteinpflaster gebe, müsse geändert werden. Planer Philip Haggeney war ebenfalls vor Ort und signalisierte die Machbarkeit. In der Ausschusssitzung selbst entschieden sich die Mitglieder nach langem Hin und Her, ob sie gleich eine Änderung durch Beschluss herbeiführen wollen oder erst nach Bauabnahme, für letzteres. „Wenn wir feststellen, dass es nicht unseren Maßgaben entspricht, muss nachgebessert werden“, so Bauamtsleiter Bernd Rubelt. Die Fertigstellung ist für Anfang April geplant, danach soll die Abnahme erfolgen.

Das Treppenthema musste noch einmal aufgerollt werden, weil – so hieß es von der Verwaltung – durch den Rückzug der statischen Zusage der Telekom, die amphitheaterähnliche Treppe nicht mehr realisierbar ist. Gestern teilte Karen Dyk vom Bauamt mit, dass in der nächsten Woche Gespräche mit Statikern der Telekom geplant sind. Eine Sprecherin des Unternehmens machte dem OHA gegenüber wenig Hoffnung: „Es gab die Überlegungen der Stadt immer nur unter dem Vorbehalt, dass wir an die Technik rankommen und unsere Statiker keine Bedenken haben.“ Genau diese wurden aber geäußert.

Bauamtsleiter Bernd Rubelt überraschte gestern mit dem Hinweis: „Klar ist auch Ihre große Treppe möglich aber mit deutlich höherem Aufwand.“ Ob das wirklich so ist, wird das Gespräch zeigen, denn so lange keine Baulastenzusage von der Telekom da sei, könne Verwaltung keinen Statiker mit der Planung der Treppe beauftragen. Die Verwaltung soll mögliche Mehrkosten prüfen und die Haftungsfragen stellen. „Wir wollen wissen, wer dafür verantwortlich ist: Telekom, Planer oder Verwaltung“, forderte Matthias Rachfahl (CDU).

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erstellt am 10.Mär.2016 | 11:07 Uhr

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