Musiker aus Eutins Kulturpatenstadt Marktoberdorf zu Gast im „Binchen“

Stefan Edelmann und Band begeisterte das Publikum mit Spielfreude und Zugaben.
Stefan Edelmann und Band begeisterte das Publikum mit Spielfreude und Zugaben.

Avatar_shz von
04. November 2018, 13:38 Uhr

Dieses Mal lief der Besuch von Stefan Edelmann und Band im „Binchen“ ein bisschen anders als zunächst geplant. Ursprünglich hatten sie vorgehabt, eine Tournee durch Schleswig-Holstein zu machen, es blieb Eutin. Im Eutiner „Binchen“, wo die Gruppe aus Eutins Kulturpatenstadt Marktoberdorf im Allgäu vor knapp zwei Jahren ein Konzert als Dank an die Mitglieder anlässlich der Verleihung des Kulturpreises der Stadt Eutin an den Kulturbund gegeben hatte, waren sie Betreibern wie Publikum höchst willkommen.

Die zweite Hürde allerdings war das Ausfallen der Flötistin Regina Domes, die leider erkrankt war. So mussten die Allgäuer ihr Programm kurzfristig noch einmal umstellen. Gekommen waren sie mit
dem Programm „Chansons d’amour … et d’automne“, also mit Liedern von der Liebe und vom Herbst. Es gab bekannte und weniger bekannte Chansons wie beispielsweise Georges Brassens, Serge Gainsbourg, Charles Trenet und anderen, diese allerdings in neuer, eigener Bearbeitung dargebracht. Einige kannte man bereits vom letzten Mal, bei manchen war das Publikum sogar aufgerufen, mitzusingen und wer das letzte Konzert erlebt hatte, kannte vielleicht noch den Refrain. Da die wenigsten Zuschauer im Französischen so fit sind wie der Englisch- und Französischlehrer Edelmann, und es ihnen daher kaum möglich ist, den Originaltexten der Lieder zu folgen, gab dieser zu den meisten eine kleine Einführung.

Alle Musiker haben in früher Jugend begonnen, Musikunterricht zu nehmen, sind in klassischer Musik ausgebildet und spielen jetzt in verschiedenen Ensembles sowohl Klassik als auch Jazz.
Robert Schilhansl ist neben Stefan Edelmann, der selbst singt und Gitarre spielt, der zweite Gitarrist, Jürgen Junggeburth ist seit diesem Sommer der Bassist der Gruppe und Florian Mayer lässt seiner Spielfreude auf der Klarinette und am Saxophon mit mitreißenden Soli freien Lauf.

So war es immer ein bisschen, als ob die Sonne an einem grauen Novembertag durchbräche, wenn er – mal überraschend mit seinem Klarinettenspiel von hinten zur Bühne nach vorn gehend, ein ganz besonderer Effekt, mal das Saxophon zu vollem Einsatz bringend – den melancholischen Herbstliedern und denen von vergangener Liebe eine andere Note gab.

Zum Schluss dankte Stefan Edelmann Wolfgang Griep, dem ersten Vorsitzenden des Kulturbundes, dass dieser Abend zustande kommen konnte.


















zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen