Musikalischer Sechsteiler läutet Weihnachten ein

Die Solisten Therese Meinig, Manuela Mach, Friedrich von Mansberg und Michael Pommer (von links).
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Die Solisten Therese Meinig, Manuela Mach, Friedrich von Mansberg und Michael Pommer (von links).

Plöner Kantorei führte das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach in der Nikolaikirche auf

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22. Dezember 2014, 13:00 Uhr

In Preetz und Plön konnten Zuhörer am Wochenende das komplette Weihnachtsoratorium BWV 248 von Johann Sebastian Bach erleben. Zunächst erklangen am Freitag in der Preetzer Kirche unter der Leitung von Julian Mallek die Kantaten I bis III mit dem Hamburger Barockorchester und dem Stadtkirchenchor.
Am 4. Advent waren dann die Plöner Kantorei, Mitglieder des Philharmonischen Orchesters Kiel sowie Studenten der Lübecker Musikhochschule an der Reihe, die Kantaten IV bis VI unter der Leitung von Henrich Schwerk aufzuführen.

Die Plöner Aufführung erklang im Gegensatz zur Preetzer Aufführung mit den heute üblichen Instrumenten, die den drei letzten Kantaten gewohnte Modernität verlieh, während die ersten drei Kantaten sich an die damalige Aufführungspraxis mit tiefer Barock-Stimmung orientierte. Der Qualität tat dies indes keinen Abbruch.

Die Plöner Kantorei sang wie gewohnt auf hohem Niveau, die Instrumentalisten mit ihren Soloeinlagen (Violinen und Oboen) bereiteten den Sängern einen sauber gewebten Klangteppich. Als Solisten setzten sich in der gut gefüllten Plöner Nikolaikirche Therese Meinig (Sopran), Anne Karin Eggers (Echosopran), Manuela Mach (Alt), Friedrich von Mansberg (Tenor) und Michael Pommer (Bass) in Szene und glänzten mit ihren zahlreichen Arien. So erfreute Therese Meinig mit schmeichelndem Sopran die Zuhörer („Flößt mein Heiland“), Manuela Mach überzeugte mit ihrem dunkel getönten Alt ebenso wie Friedrich von Mansberg nicht nur als tenoraler Evangelist in den zahlreichen Rezitativen, sondern auch als Ariensänger mit wandlungsfähiger Stimme („Ich will dir nur zur Ehre leben“). Des Weiteren intonierte Michael Pommer mit wohltönenden und warmen Basstönen („Erleucht’ auch meine finstre Sinnen“). Aber auch zusammen im Terzett „Ach, wenn wird die Zeit erscheinen?“ sangen sie zusammen homogen der frohen Botschaft verpflichtet, ohne sich in den Vordergrund zu schieben. Anne Karin Eggers echote mit heller Stimme in „Flößt mein Heiland“.

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