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Ostholsteiner Anzeiger

17. August 2017 | 23:51 Uhr

Musikalisch ein Schritt nach vorn

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

„Freischütz“-Premiere: Kulturministerin Anke Spoorendonk lobt die Weiterentwicklung des Orchesters und des Festspiel-Chors

Musikalisch befinden sich die Eutiner Festspiele offenbar auf einem sehr guten Weg. Das war jedenfalls der Eindruck, den Kulturministerin Anke Spoorendonk (SSW) von der „Freischütz“-Premiere am Freitagabend hatte. „Das Orchester war richtig gut. Und man merkte, dass mit dem Festspielchor noch weiter gearbeitet wurde“, sagte die Ministerin, die von einem einem „sehr überzeugenden Gesamteindruck“ sprach. Daran konnte auch das bis zur Pause regnerische Wetter nichts ändern.

Der Eindruck Spoorendonks entsprach der Einschätzung von Opern-Geschäftsführerin Sabine Kuhnert. „Der Festspielchor ist deutlich besser geworden“, sagte sie. Auch das von Romely Pfund dirigierte Orchester sei dynamischer gewesen. Intendantin Dominique Caron sprach von einem bezaubernden Abend und dankte neben allen Akteuren vor und hinter der Bühne besonders der Dirigentin überschwänglich für ihr Engagement: „Romely Pfund hat eine großartige Arbeit geleistet.“

Den musikalischen Fortschritt schrieb Kuhnert auch Leo Siberski zu. Die Entscheidung, den Dirigenten der Kammerphilharmonie Lübeck, zu holen, sei richtig gewesen. Siberski wird bei Carmen (Premiere am 8. Juli) die Kammerphilharmonie Lübeck dirigieren – Kuhnert: „Das wird nochmal ganz anders“ –, beim Vogelhändler (Premiere am 20. Juli) das Festspiel-Orchester.

Ministerpräsident Torsten Albig – als Festspielexperte mit Decke, Picknickkorb und Regencape für die Premiere gerüstet – hatte beim Festakt vor der Premiere in der St.-Michaelis-Kirche betont, dass dem Land das traditionsreiche Kulturereignis sehr am Herzen liege. Das Lob der Ministerin dürfte Opern-Geschäftsführerin Sabine Kuhnert gute Argumente für künftige Verhandlungen um finanzielle Unterstützung durch das Land liefern. Immerhin schieße Kiel in diesem – wegen der Landesgartenschau besonderen – Jahr 110  000 Euro für das Kulturereignis zu, wie Kuhnert erklärte. Weitere 105000 Euro kämen von der Stadt Eutin und 35  000 Euro vom Kreis Ostholstein.

Die Freischütz-Premiere war zwar nicht ausverkauft, doch gut 1100 Karten seien „für eine Premiere sehr, sehr gut“, sagte Kuhnert. Positiv gestimmt ist sie aufgrund des Vorverkaufs: „16  000 Karten sind schon verkauft.“ Das seien zwei Drittel der Planzahl. Die noch fehlenden 8000 Eintrittskarten seien gut zu schaffen.

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erstellt am 25.Jun.2016 | 13:36 Uhr

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