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Ostholsteiner Anzeiger

21. Oktober 2017 | 11:24 Uhr

Musik ist etwas Göttliches

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 09.Mär.2016 | 11:18 Uhr

Diese Frage zieht sich durch eine endlos werdende Kette von Treffen und Beratungen der Staatenlenker und lehrt auch das Fürchten. Erstaunlich dagegen, was die Werbung von einer schöneren Zukunft weiß. Viele beschaffen sich Ausschnitte davon durch Reisen anderswohin und einige schöne Tage anderes Leben als sonst. Wenn die schöne Zukunft doch die Gegenwart verändern könnte! Sie tut es überall, wo Menschen willkommen geheißen werden, und mehr noch, wo die Neuen und Unbekannten willkommen geheißen werden.

In den Wochen vor Ostern erinnern unsere Gottesdienste an Jesu Wanderung nach Jerusalem, zum Tempel, in das Zentrum der Geschichte seines Volkes. Die Erwartungen an eine Zukunft, die der Gegenwart den Rang ablaufen würde, waren auf das höchste gespannt. Denn die Nachrichten, die durch das Land gingen, waren nicht besser als das, was uns heute beunruhigt. Das kleine Palästina, von der Großmacht Rom einverleibt in den großen Schatz seiner Kolonien, hatte eine Art Frieden durch die Absprachen der Eliten mit der Militärmacht. Aber aus der nördlichen Unruheprovinz Galiläa gab es immer wieder terroristische Überfälle der Freiheitskämpfer und dann gnadenlose Straffeldzüge. Die Nachrichten aber, die von dem galiläischen Prediger Jesus durchs Land liefen, waren anders. Sein Umgang mit Menschen, seine Liebe zu den Armen und Hoffnungslosen, die Heilung vieler Kranker und die Art, wie er über Gott und das Glück von Menschen sprach und das Reich Gottes - das alles war anders. Zum Kreis seiner Schüler gehören, die ihn begleiteten, das war etwas! Und zeigte auch, wie weit die Hoffnungen auf Zukunft auseinander gehen. Ein Dorf in Samarien, zwischen Galiläa und Judäa mit Jerusalem gelegen, wollte der Gruppe keine Herberge geben. Zwischen Juden und Samaritern gab es Misstrauen und Abneigung aus religiösen und anderen Gründen. Jesu Begleiter erinnerten sich an große Taten früherer Propheten und forderten Jesus auf: Lass doch Feuer vom Himmel auf diese Leute fallen! „Ihr wisst nicht, was ihr sagt. Wisst ihr nicht, wes Geistes Kinder ihr seid?“

In diesen Wochen bereiten sich in unseren Gemeinden viele junge Menschen auf ihre Konfirmation vor. Ihr Thema ist natürlich die Zukunft, wie es in ihrem Leben werden soll. Ohne Umschweife schildern sie, was sie sich erhoffen von Freundschaft und Liebe, von Familie und Beruf. Und sie finden bei Jesus Schilderungen, die dem Fürchten ein Ende machen. Zum Beispiel in dem Abschnitt seiner Bergpredigt, in dem er von den Grundbedürfnissen wie Essen und Trinken und Kleidung spricht und auffordert, sich nicht zuviel Sorgen zu machen, sondern zu vertrauen und dem Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit nachzugehen. Das in einem Gottesdienst zu hören aus dem Mund junger Menschen, das ist auch für mich, den viel Älteren, ermutigend zu hören. Willkommen, ihr jungen Leute, unter den vielen, die eine gute Zukunft suchen und darauf vertrauen! Willkommen, wer immer ihr seid! Willkommen, ihr Boten des Vertrauens! Geht euren Weg!
Pastor i. R. Lutz Tamchina,
Eutin

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