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Ostholsteiner Anzeiger

18. August 2017 | 17:07 Uhr

Museumshof in Existenznot

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Geldsorgen beim Landwirtschaftsmuseum in Lensahn

Der Museumshof Lensahn kämpft mit massiven Finanzproblemen. „Wenn keine zusätzlichen Mittel zur Verfügung stehen, muss der Museumshof geschlossen werden“, sagte der Vorsitzende Detlef Hansen.

Der Museumshof gibt durch Exponate und Aktionen Einblicke in die Landwirtschaft und dörfliches Brauchtum der jüngeren Vergangenheit. Er wird von einem Verein getragen, der die volle finanzielle Verantwortung für den gesamten Museumsbetrieb trägt.

Die ehrenamtliche Mitarbeit wurde in den vergangenen Jahren durch hauptamtliche Kräfte unterstützt, die als sogenannte Bürgerarbeiter vom Jobcenter finanziert wurden. Dieses Programm lief Ende Oktober aus, für 2015 ist keine Nachfolgeregelung in Sicht. Da der Verein zudem bereits in den Vorjahren erhebliche Mühe hatte, notwendige Investitionen zu tätigen und die museumspädagogische Arbeit sicherzustellen und trotz neuer Impulse auch 2014 die Besucherzahlen stagnierten, schlägt der Vorstand nun Alarm. Er hat zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 27. November eingeladen und in einem Rundbrief die Situation schonungslos beschrieben.

Demnach droht 2015 eine Lücke von rund 100 000 Euro für eine geordnete Fortführung des Museumsbetriebes. Ein Freilichtmuseum habe einfach höhere Betriebskosten als andere, betonte Hansen unter Hinweis auf Expertenmeinungen. Seine Credo: „Wir wollen für den Erhalt des Museumshofs kämpfen und hoffen dafür auf eine breite Unterstützung. Noch ist es mit Hilfe öffentlicher und privater Unterstützer möglich, den Museumshof zu retten. Wir sind insoweit für jede tragfähige Lösung offen, insbesondere auch für die Überführung in eine öffentliche Trägerschaft.“

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erstellt am 06.Nov.2014 | 14:10 Uhr

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