Museum soll bleiben

Gedenkfeier am Stein, der an den Kreis und die Stadt Neustettin erinnert.
Gedenkfeier am Stein, der an den Kreis und die Stadt Neustettin erinnert.

Beim Heimattreffen der Neustettiner wurde der Wunsch nach Erhalt geäußert

shz.de von
01. Oktober 2013, 00:33 Uhr

Ihrer verstorbenen Angehörigen haben Teilnehmer des Heimattreffens für die Stadt und den Kreis Neustettin am Wochenende gedacht. Der Vorsitzende des Heimatkreisausschusses, Dr. Siegfried Raddatz, und Walter Mertins aus Kronshagen (früher Stepen) legten vor gut 50 Teilnehmern aus ganz Deutschland ein Blumengebinde am Neustettiner Gedenkstein ab, der auf der Wiese zwischen dem Museum und dem Schloss steht.

Mertins erinnerte an die Angehörigen, die in Hinterpommern geblieben seien, und an die Vertreibung von etwa zwölf Millionen Menschen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten am Ende des Zweiten Weltkrieges. Erinnern bedeute auch an die Zukunft zu denken und die Zeit des Friedens zu nutzen. „Versöhnung ist angesagt in Europa. Wer Versöhnung will, muss auch Versöhnung bringen.“

Die Städte Eutin und Neustettin sowie die Kreise Ostholstein und Neustettin blicken in diesem Jahr auf eine 57-jährige Patenschaft zurück. Die Heimattreffen sind seit 1957 jedes zweite Jahr zur Tradition geworden. Ein Thema, dass die Heimatkreis-Mitglieder bei dem dreitägigen Treffen bewegte, war die Zukunft des Heimatmuseums des Kreises Neustettin, das 1992 im Ostholstein-Museum eingerichtet worden war. Zwar ist das
drohende Ende durch einen Hotel-Neubau abgewendet, doch wie es mit dem Museum weitergeht, ist ungeklärt. „Wir möchten möglichst drin bleiben“, erklärte Raddatz. Falls das nicht möglich wäre, wünscht er sich von der Stadt ein Ersatzangebot.

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