Plön : MUS hat festen Platz in Bundeswehr

Die Marineführung war gestern an der Marineunteroffizierschule  in Plön: (von links) Marineamtschef Konteradmiral Dr. Horst-Dieter Kolletschke, der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Axel Schimpf und der stellvertretende Befehlshaber der Flotte, Konteradmiral Michael Mollenhauer, wurden von MUS-Kommandeur Kapitän zur See Andreas Horstmann begrüßt.  Foto: Michael Kuhr
Die Marineführung war gestern an der Marineunteroffizierschule in Plön: (von links) Marineamtschef Konteradmiral Dr. Horst-Dieter Kolletschke, der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Axel Schimpf und der stellvertretende Befehlshaber der Flotte, Konteradmiral Michael Mollenhauer, wurden von MUS-Kommandeur Kapitän zur See Andreas Horstmann begrüßt. Foto: Michael Kuhr

Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Axel Schimpf, stattete der Marineunteroffizierschule in Plön gestern einen Besuch ab.

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24. November 2011, 12:31 Uhr

Plön | Die Marineunteroffizierschule (MUS) hat die aktuelle Bundeswehrstrukturreform mit einem blauen Auge überstanden. Für diese Gewissheit sorgte gestern der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Axel Schimpf, bei einem Besuch in Plön. Dabei hätte die Reform für Plön auch zu einem Debakel führen können. Das ist in Glücksburg mit der Aufgabe der dortigen Einheit eingetreten.

Vizeadmiral Schimpf erläuterte gestern vor 450 Zuhörern, dass die in Plön sehr gut etablierte MUS einen festen Platz in der Bundeswehr habe. Dabei stand sogar die Einrichtung einer einzigen Schule der Bundeswehr zur Diskussion. In diesem Fall hätte es sogar zu einer Schließung der MUS kommen können, wenn die Wahl auf einen anderen Standort gefallen wäre.

Eine gute und entspannte Stimmung nimmt Schimpf aus Plön mit, wie er vor Journalisten sagte. Die Schule habe eine Zukunft und darüber müsse jetzt gesprochen werden. Die Plöner haben ihrem Marine-Inspekteur auch Anregungen mit auf den Weg gegeben: dabei ging es um die Neugestaltung der Ausbildung und eine flexiblere Betreuung der Flotte. Schimpf: "So werden auch viele kleine Anregungen in die weitere Arbeit einfließen."

Wie der OHA bereits berichtete, sinken die Zahlen der Soldaten an der MUS von 940 auf 490. Eingerechnet in die auf den ersten Blick gravierende Reduzierung an der MUS sind die Wehrpflichtigen. Doch: Die Wehrpflicht ist seit Juli dieses Jahres ausgesetzt. Am Ende der Reform wird die MUS kleiner sein als heute, dafür aber moderner. Die derzeit laufende, planmäßige Grundsanierung soll Ende März abgeschlossen sein. "Dann kommen auch die Soldaten unserer 1. Inspektion aus Parow wieder nach Plön zurück", sagte MUS-Kommandeur, Kapitän zur See Andreas Horstmann, gestern.

Marine-Inspekteur Axel Schimpf rechnete vor, dass auch künftig täglich 850 Lehrgangsteilnehmer an der MUS unterrichtet würden. Das seien im Jahr rund 3500 Lehrgangsteilnehmer in Plön. Welche Dienstposten in Plön künftig wegfallen, konnte Schimpf nicht sagen: "Zahlenspiele sind etwas für Mathematiker. Wichtig ist, dass hinter jeder Zahl auch auch Menschen stehen." Nach OHA-Informationen sollen Stellen in der Sanitätsstaffel eingespart werden. Dort sind derzeit noch 60 Soldaten stationiert.

Auch bei seinem Besuch in der MUS habe Schimpf eine "Aufbruchstimmung" und einen Willen zur Gestaltung mitgenommen. Wichtig sei den von der Struktur betroffenen Soldaten eine Planungssicherheit, kündigte Schimpf zunächst eine Grobstruktur an. Eine so genannte Überleitungsplanung avisierte er noch im Dezember und eine Feinstruktur Ende Januar. Schimpf: "Wir müssen jetzt schnell in Gang kommen."

Die MUS, so lobte der Vizeadmiral, habe eine hervorragende Infrastruktur, die so erhalten bleiben müsse. "Funktionalität, Wirtschaftlichkeit und Attraktivität stimmen hier", sagte der Inspekteur der Marine weiter und lobte auch die enge Verbundenheit der MUS und damit der Marine zur Plöner Bevölkerung.

Die MUS in Plön war gestern Station auf einer Rundreise des Vizeadmirals. Gestern besuchte er auch den Marinestützpunkt in Kiel. Heute ist Axel Schimpf an der Marineschule in Mürwik. Begleitet wird er vom stellvertretenden Befehlshaber der Flotte, Konteradmiral Michael Mollenhauer, und dem Amtschef des Marineamtes, Konteradmiral Dr. Horst-Dieter Kolletschke.

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