Wasserversorgung : Murmann unterstützt Rekommunalisierung

Im Gespräch mit (von links) Dr. Philipp Murmann: Bernd Meier und Ingo Eitelbach.
Im Gespräch mit (von links) Dr. Philipp Murmann: Bernd Meier und Ingo Eitelbach.

Bürger vor Ort zahlen mit hohem Wasserpreis das Netz nochmal doppelt ab

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11. Mai 2013, 09:05 Uhr

Plön/Schwentinental | Die Stadtwerke Plön und die Stadtwerke Schwentinental kämpfen Schulter an Schulter. Sie wollen die Wasserversorgung wieder in die Hände der Kommune zurückführen.

Jetzt erhielten die beiden kommunalen Versorgen auch Rückenwind aus der Politik. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Philipp Murmann unterstützt die Bestrebungen einer Rekommunalisierung der Wasserversorgung im Kreis Plön, teilte er in einer Pressenotiz mit.

Das wird allerdings nicht ganz leicht: Für die Stadtwerke Schwentinental, die Stadtwerke Plön und die Gemeindebetriebe Schönkirchen sollten schon Anfang dieses Jahres die Wasserversorgung vor Ort wieder zurück in die kommunale Verantwortung gehen. Trotz intensiver Verhandlungen habe der Plan bei allen drei kommunalen Versorgern nicht umgesetzt werden können, da die Preisvorstellungen der derzeitigen Netzbetreiber weit über einer wirtschaftlich angemessenen Vergütung lagen, teilte Murmann mit.

Die drei Versorger bemängelten die fehlenden nötigen rechtlichen Rahmenbedingungen wie es sie im Strom- und Gasnetzübergang gibt. "Es kann nicht sein, dass die Bürger vor Ort mit ihrem gestiegenen Wasserpreis das Netz nochmal doppelt abbezahlen müssen", sagte Murmann. Die Wasserversorgung gehöre zu den Kernleistungen der öffentlichen Daseinsvorsoge und damit in die kommunalen Hand.

Der Geschäftsführer der Stadtwerke Schwentinental, Bernd Meier, sowie der Vorstand der Stadtwerke Plön, Ingo Eitelbach, erläuterten den derzeitigen Stand der Verhandlungen sowie die benötigte Rechtssicherheit, damit eine Rekommunalisierung der Wassernetze sich auch zum Wohle der Bürger auszahle.

Am Ende des Gespräches gab sich Dr. Murmann zuversichtlich, dass die beiden privaten Betreiber - die Stadtwerke Kiel sowie die Holsteiner Wasser aus Neumünster - sich am Ende doch noch einsichtig zeigen und im Interesse der Bürger vor Ort die überzogenen Preisvorstellungen auf ein annehmbares Maß fallen lassen würden.

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