zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

21. August 2017 | 01:29 Uhr

Eutin : Müssen Parker länger zahlen?

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

26 Stunden mehr: Wirtschaftsvereinigung Eutin will Park-Bezahlzeit fast verdoppeln

Baustellen und Sperrungen für die Stadtsanierung und die Landesgartenschau reizen nicht nur die Gemüter der Eutiner und Pendler, sondern auch die der Händler. Immer mehr Kunden beschweren sich, keinen Parkplatz mehr in Eutins Innenstadt zu finden, sagen Klaus Hoth, Vorsitzender der Wirtschaftsvereinigung Eutin (WVE), und LMK-Geschäftsführer Andreas Booke.

Deshalb hat die WVE jetzt einen Antrag bei der Stadt eingereicht, in dem sie die gebührenfreien Zeiten für Parker deutlich beschränken, die Bezahlzeiten von 8 bis 19 Uhr wochentags und sonnabends von 8 bis 14 Uhr ausdehnen will. Bisher müssen Autofahrer nur von montags bis freitags von 9 bis 15 Uhr zahlen. Am Sonnabend ist Parken frei. Bisher sind nur 30 Stunden pro Woche zahlungspflichtig, der WVE-Antrag würde die Zeit auf 56 Stunden erhöhen. Stadtsprecherin Kerstin Stein-Schmidt sagt dazu: „Die jetzigen Zeiten sind einst zur Wirtschaftsförderung beschlossen worden, um die Menschen in die Stadt zu locken.“ Gleichwohl prüfe die Verwaltung den Antrag der WVE und plante derzeit auch eine überarbeitete „Parkraumbewirtschaftung zur LGS“. Wie der Vorschlag, den die Verwaltung möglicherweise schon im nächsten Hauptausschuss vorlegt, aussehen kann, ist derzeit noch unklar. „Wir prüfen das“, sagt Stein-Schmidt. Verkehrsüberwacher seien damit beauftragt, sich die Situation vor Ort anzuschauen.

Normalerweise freuen sich Einzelhändler über niedrige Parkkosten. Die WVE Eutin aber bemängelt, dass die wenigen Parkplätze, die es in der Innenstadt gebe, in den meisten Fällen von Dauerparkern blockiert seien. Hoth: „Durch die längeren Bewirtschaftungszeiten erhoffen wir uns eine größere Fluktuation.“ Ob die Verlängerung der Bezahlzeiten nur für die Zeit der LGS andauern soll, da herrscht noch Uneinigkeit innerhalb der WVE. Booke: „Der Antrag ist ein Vorschlag zur Diskussionsgrundlage. Aber uns ist an einer langfristigen Lösung gelegen.“

zur Startseite

von
erstellt am 04.Nov.2015 | 13:47 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen