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Ostholsteiner Anzeiger

11. Dezember 2017 | 20:22 Uhr

Mühlencafé nun doch zu verkaufen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Mit Betreibern eines Rosenparkes wurde keine Einigung erzielt

von
erstellt am 24.Mär.2015 | 18:13 Uhr

„Alles wieder auf Null und das Mühlencafé verkaufen“ war am Montagabend der Tenor der Sitzung der Gemeindevertreterung. Nachdem keine vertragliche Einigung mit den Rosenparkbetreibern zustande kam, hoben die Gemeindevertreter alle bisher dazu gemachten Beschlüsse auf und entschieden einstimmig, das Mühlencafè in einer offenen Ausschreibung zum Verkauf anzubieten.

Optional soll auch die Mühle angeboten werden. Unberührt von den Beschlüssen bleiben die Verhandlungen zum Tausch von Grundstücksparzellen auf dem Mühlenberg gegen Parzellen in Görnitz.

Nach den gescheiterten Vertragsverhandlungen mit den Rosenparkbetreibern habe Bürgermeister Jochen Usinger die Notbremse gezogen, sagte er. Zudem gebe es einen Bürger aus der Gemeinde, der das Mühlencafé kaufen und betreiben wolle.

Vorausgegangen war eine lebhafte Diskussion, in der Uwe Kahl (KWG) forderte, das gesamte Mühlenareal denjenigen anzubieten, die ein Nutzungskonzept vorlegen und eine Million Euro zahlen. Damit hätte die Gemeinde noch ein Mitspracherecht. Es gebe genügend Investoren, die bereit seien, Geld in Projekte zu stecken und nannte als Beispiel das Plöner Schloss, so Kahl.

„Wir sind nicht dafür da, Denkmalpflege zu betreiben, sondern die Zukunft zu gestalten“, sagte Klaus Pentzlin (Einzelbewerber). Die Gemeindevertreter hätten sich um wichtigere Themen wie die Entwicklung bei der Feuerwehr und im Kindergarten zu kümmern. „Das Mühlenareal zu beleben war ein schöner Traum, den man nun beenden muss“, so Pentzlin. Mit einem Verkauf werde die Mühle trotzdem als Wahrzeichen Grebins erhalten.

Seit dem Kauf des Mühlencafés 2012 beschäftige sich die Gemeindevertretung mit dem Thema und habe mittlerweile geschätzte 50  000 Euro in die Planung einer Attraktivitätssteigerung des Mühlenareals investiert, so Kahl und Pentzlin. Noch im Januar beschloss die Gemeindevertretung den Abriss und Neubau des Mühlencafés und das Areal für 20 Jahre an die Rosenparkbetreiber zu verpachten (der OHA berichtete). Wie hoch der tatsächliche Wert des Mühlencafés und der Mühle ist, soll nun in einem in Auftrag zu gebenden Wertgutachten ermittelt werden.

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