Plön : Möller-Fotos zeigen in Plön "Gesichter unserer Heimat"

Sigrid Vetter aus Plön begutachtete das Portrait eines Bauern.  Fotos: Kerstin Ahrens
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Sigrid Vetter aus Plön begutachtete das Portrait eines Bauern. Fotos: Kerstin Ahrens

60 Jahre lagerte die fotografische Geschichte des Heimatforschers Theodor Möller im Archiv des Landesamtes für Denkmalpflege.

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15. April 2011, 12:05 Uhr

Plön | Auf Initiative von Prof. Günther Fielmann und der Denkmalpflege fanden 60 Fotos 2010 als Schenkung eine neue Heimat im Kreismuseum Plön. Ergänzt um Möller-Fotografien aus der Probstei und der Gegend um Preetz werden sie jetzt erstmalig in der Ausstellung "Gesicht unserer Heimat" der Öffentlichkeit vorgestellt.

"Die Fotos von Theodor Möller waren für unser Amt Arbeitsmittel, die bei den Rekonstruktionen in Städten, Dörfern und auch Kirchen geholfen haben", sagte der Landeskonservator Dr. Michael Paarmann zur Ausstellungeröffnung vor knapp 80 Gästen. Seit rund drei Jahren übergibt die Denkmalpflege die Fotografien Möllers vorrangig an Heimatmuseen der jeweilig dargestellten Regionen.

"Theodor Möller galt als begnadeter Lichtbildner und hielt die verändernde Welt fest. Der Wert seiner Fotos liegt im dokumentarischen Charakter", erläuterte Marion Bejschowetz-Iserhoth in ihrer Einführung. Wie kaum ein anderer habe der Künstler Licht und Schatten zu Kompositionen der Stimmungen in den Schwarz-weiß-Fotos zusammengebracht. In etlichen Publikationen, Lichtbildvorträgen und eigenen Büchern vermittelte Thedor Möller seine Heimatverbundenheit.

Möller wurde 1873 auf einem Bauernhof in Rumohr bei Kiel geboren. Er wurde Lehrer und widmete sich der Heimatforschung- und Pflege. Mit Beginn des 20. Jahrhunderts hielt er die Menschen, Dörfer und Landschaften imposant im Bild fest. Sein Fotoarchiv, bestehend aus 4615 Glasplatten und 1934 Rollfilmaufnahmen, vermachte Möller 1950 als Schenkung dem Landesamt für Denkmalpflege. Am 10. November 1953 verstarb der Fotochronist in Kiel.

"Verschenken ist genauso schön wie schenken", sagte Susanne Danz, die stellvertretend für Prof. Günther Fielmann die Bilder offiziell übergab. Als Schleswig-Holsteiner fühle Fielmann sich seiner Heimat verbunden. Schon aus beruflichen Gründen läge es nahe sich auf eine "visuelle Reise durch unsere Heimat zu begeben".

"Möllers großen Pasion haben wir es zu verdanken, dass wir uns in jene Zeit der Heimat zurückversetzen können", empfand Ingrid Rusch, Vorsitzende des Kreisausschusses für Schule, Kultur und Sport. Die Ausstellung mit 91 Fotos in einer gestochen scharfen Qualität ist noch bis zum 5. Juni täglich, außer montags, zwischen 10 und 12 sowie 14 bis 17 Uhr im Kreismuseum zu sehen.

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