Mobilitätsbeirat: Fokus auf Verbesserung der Fahrradwege

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28. September 2018, 12:35 Uhr

Der Mobilitätsbeirat zog am Donnerstag ein erstes Fazit über die bisherige Entwicklung des Radverkehrskonzeptes. „Das Projekt ist in Gang gekommen. Darauf haben wir lange und für viele Menschen hingearbeiten“, sagte Jens Rose-Zeuner, Vorsitzender des Mobilitätsbeirates. Erste Schritte seien bereits sichtbar geworden, beispielsweise die Öffnung der Peterstraße.

In den nächsten Wochen soll nach Rose-Zeuner der Radweg auf der Hospitalstraße farblich hervorgehoben werden. Zudem soll anstelle des Vorfahrt-Schildes ein Stop-Schild auf die Radfahrer aus der querenden Elisabethstraße aufmerksam machen. Noch in diesem Jahr sollen zudem Schutzstreifen in der Weidestraße und dem Meinsdorfer Weg angebracht und die Querungen auf der Plöner Straße (West) verbessert werden. Die Untersuchung des Verkehrs auf der Holstenstraße auf der Höhe Hochkamp läuft derzeit noch.

Das langfristige Ziel sei weiterhin die Verbesserung des direkten Umfeldes der Schulen für Radfahrer, so Rose-Zeuner. Kontinuierlich soll auch an der Öffnung von Einbahnstraßen, dem Abbau von Umlaufsperren sowie der Beschilderung durchlässiger Sackgassen und der Verbesserung des Fahrradparkens gearbeitet werden. Tilo Hegenberg (Grüne) zieht eine positive Bilanz: „Wir haben angefangen und es sind viele Dinge gut gelaufen – beispielsweise die Öffentlichkeitsarbeit.“ Henning Schröter aus der Verwaltung kritisierte jedoch die ungenaue Einschätzung der Kosten durch das Planungsbüro Urbanus, die das Konzept erstellt haben. Dem entgegnete Rose-Zeuner, dass die tatsächlichen Kosten für die derzeitigen Umbaumaßnahmen im Budgetrahmen der Firma Urbanus seien.

Des Weiteren beriet der Mobilitätsbeirat über den Erwerb und Bau eines Radweges an der L 163 Richtung Nüchel. Der Dorfvorstand Sielbeck befürworte den Bau eines Radweges. „Bis jetzt ist es so, dass nur die Mutigen dort fahren“, erläuterte Jens Rose-Zeuner. Die Gemeinde Malente hat seit längerem eine Planung für den Weg vorgesehen. Die Planung des Radweges sieht neben einem Grunderwerb auch einen Ausbau auf Eutiner Gebiet vor. In der Planung der Ausbaumaßnahmen seien laut der Verwaltung keine großen Verbesserungen zu erkennen. Schröter stellte im Mobilitätsbeirat in den Raum ob es sich finanziell lohnt, wenn „der Gehweg der Gehweg bleibt“. Durch die Verlegung des Radweges hinter eine Bushaltestelle seien die Kosten zudem teurer geworden. Der Eutiner Anteil zuzüglich des Grunderwerbs liegt bei rund 130 000 Euro (ohne die voraussichtliche Erhöhung).

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