Mobilität in deutsch-dänischer Region im Fokus

Ostholsteins Landrat Reinhard Sager (li.) und Holger Schou Rasmussen (Bürgermeister Kommune Lolland) unterzeichnen das Positionspapier des Fehmarnbelt-Komitees.
Ostholsteins Landrat Reinhard Sager (li.) und Holger Schou Rasmussen (Bürgermeister Kommune Lolland) unterzeichnen das Positionspapier des Fehmarnbelt-Komitees.

Positionspapier des Fehmarnbelt-Komitees / Ziel: Den Einschränkungen im Verkehr während der Bauzeit begegnen

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01. Juni 2018, 16:23 Uhr

Die Feste Fehmarnbelt-Querung soll zukünftig verbesserte Mobilitätschancen bieten – vor allem, was die Anbindungen zwischen Hamburg und Kopenhagen betrifft. Daneben bedeute die Bauzeit der Querung leider erhebliche Beeinträchtigungen für die Menschen der Region beiderseits des Fehmarnbelts. Als grenzüberschreitendes Kooperationsgremium setzt sich das Fehmarnbelt-Komitee nun gegenüber den Vorhabenträgern mit einem Positionspapier dafür ein, die Interessen der Bürger sowohl während der Ausbaumaßnahmen, als auch nach der Fertigstellung des Tunnels stärker zu berücksichtigen. Das Komitee traf sich zu einer Sitzung während der Fehmarnbelt-Days in Malmö. Ostholsteins Landrat Reinhard Sager, diesjähriger Vorsitzender des Fehmarnbelt-Komitees, und sein dänischer Kollege Holger Schou Rasmussen, Bürgermeister der Kommune Lolland, unterzeichneten ein Positionspapier, mit dem das Komitee an die Deutsche Bahn AG, Banedanmark, die dänische Staatsbahn DSB und Nah.SH herantreten will. „Das Fehmarnbelt-Komitee bittet die für die Planung des Bahnverkehrs verantwortlichen Unternehmen auf dänischer und deutscher Seite, das Komitee an den weiteren Planungen kontinuierlich zu beteiligen und regelmäßig zu informieren“, erläutert Landrat Sager das Anliegen, das mit dem Positionspapier verfolgt werden soll. Bis zur Fertigstellung der Verkehrsinfrastruktur sieht sich die Region über mehrere Jahre mit zum Teil ausgeprägten Einschränkungen konfrontiert. Das wird den Regionalverkehr in Ostholstein, Lolland-Falster und Süd-Seeland betreffen, aber eben auch den grenzüberschreitenden Bahnverkehr in der Fehmarnbelt-Region.

Im Einzelnen enthält das Positionspapier des Fehmarnbelt-Komitees Folgendes: Die Baumaßnahmen sollten auf dänischer und deutscher Seite zeitlich bestmöglich aufeinander abgestimmt werden – explizit auch hinsichtlich des grenzüberschreitenden Reiseverkehrs über den Belt. Des Weiteren weist das Komitee auf die Notwendigkeit hin, den Zeitraum der Vollsperrung des Streckenabschnitts zwischen Neustadt und Puttgarden unter Berücksichtigung der Interessen der Menschen in der Fehmarnbelt-Region zu wählen. Im Zentrum der Diskussionen innerhalb des Fehmarnbelt-Komitees stehen die infrastrukturellen Verbesserungsmöglichkeiten und die damit verbundenen Entwicklungsmöglichkeiten für die deutsch-dänische Region, die sich nach Fertigstellung der festen Querung ergeben können. Letztlich soll der Einsatz durchgehender Züge zwischen Kopenhagen und Hamburg ohne Zwischenhalt nicht zu einer Verschlechterung des Angebots im ländlichen Raum führen.

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