Ostholstein : Mitsprache der Jugend erwünscht

Ungewöhnlich jung waren die Diskussionsteilnehmer im Kreishaus.
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Ungewöhnlich jung waren die Diskussionsteilnehmer im Kreishaus.

Tagung im Kreishaus: Landrat fordert Mut zu mehr Kinder- und Jugendbeteiligung

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02. Februar 2015, 12:34 Uhr

Was tun, damit sich Jugendliche tatsächlich zu Wort melden, wenn es um sie berührende Themen in ihren Wohngemeinden geht? Ideen und Anregungen dazu wurden am Sonnabend bei einer Fachtagung im Kreishaus diskutiert – und das nicht nur von den üblichen Grauköpfen aus Politik und Verwaltung: Gut die Hälfte der knapp 100 Teilnehmer waren junge Leute.

Landrat Reinhard Sager begrüßte neben den Vertretern von Verbänden, Parteien und Behörden besonders sie als „Experten in eigener Sache“. Das Recht auf Mitwirkung an der Gestaltung des eigenen Umfeldes stehe in einer Demokratie nicht nur den Erwachsenen, sondern von Gesetzes wegen auch Kindern und Jugendlichen zu. Allerdings müsse ihnen die Mitsprache auch leicht gemacht werden, und da gebe es einigen Nachholbedarf. Gefordert sei auch in Ostholstein der Mut zu mehr Kinder- und Jugendbeteiligung.

Kreisjugendpfleger Frithjof Lörchner (Foto) hob
den Anspruch der Veranstaltung hervor, von erfolgreichen Ansätzen zu lernen und daraus Vorgaben für die künftige Einbeziehung von Jugendlichen in kommunalpolitische Entscheidungsprozesse zu entwickeln. Das habe sich der
Jugendhilfeausschuss des Kreistages für dieses Jahr vorgenommen; denkbar sei, dass erneut ein Jugend-Kreistag dabei herauskomme.

Die Teilnehmer erörterten in Workshops und Kleingruppenarbeit, welche Ansätze erfolgversprechend sein könnten. Praktische Erfahrungen dazu aus ihren Gemeinden steuerten Jugendliche aus Neustadt, Scharbeutz, Grömitz, Oldenburg, Ratekau und Stockelsdorf bei. Elanvoll moderiert wurde das Tagungsprogramm vom Hamburger Team „Planen mit Phantasie“.

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