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Ostholsteiner Anzeiger

26. September 2017 | 09:37 Uhr

Mit viel Teamgeist weit nach vorne

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Schülerinnen Lotte Braun sowie Janice, Alina und Joy Domann kämpften sich beim Bundeswehr-Wettkampf „Olympix“ auf Platz zwei

shz.de von
erstellt am 23.Jun.2017 | 15:05 Uhr

Sie kletterten über Wände, hangelten sich an Klettergerüsten entlang, rannten über instabile Pontonbrücken
und kämpften sich durch Schaumberge: Das taten die Lotte Braun sowie Janice, Alina (alle 16) und Joy Domann (17) mit so viel Können und Ausdauer, dass sie beim Teamsport-Wettkampf „Bundeswehr Olympix“ an der Bundeswehr-Sportschule im nordrhein-westfälischen Warendorf den zweiten Platz belegten. Ihre Mannschaft „The Falcons“ gehörte zu den 50 weiblichen Teams, die dabei waren. Insgesamt machten bei dem Wettbewerb, mit dem die Bundeswehr um Nachwuchs wirbt, etwa 500 junge Menschen mit. Sie waren aus 1500 Bewerbern ausgesucht worden.

Die Mädchen aus Eutin, Süsel und Groß Meinsdorf wurden über eine Werbung beim Online-Dienst Instagram auf den Wettbewerb aufmerksam: „Joy und Lotte dachten dann, dass wir da mitmachen könnten“, berichtet Alina Domann. In den vergangenen Jahren hatten die vier Schülerinnen bei der SG Eutin-Malente zusammen Fußball gespielt. „Außerdem fahren wir alle Wakeboard“, erklärt Alina Domann. Die beiden Schwestern Joy und Janice Domann aus Groß Meinsdorf sind ihre Cousinen. Alle drei sind mit der Süselerin Lotte Braun befreundet.

Für den Erfolg auf dem mehrere Kilometer langen Cross-Parcours macht Alina Domann nicht nur eine gute Fitness verantwortlich. „Mit dem zweiten Platz haben wir überhaupt nicht gerechnet“, sagt die Zehntklässlerin. Denn nicht jede von ihnen habe in den vergangenen Monaten viel Sport getrieben. Das gute Abschneiden habe vor allem an der guten Teamarbeit gelegen. „Wir haben gut zusammengearbeitet und und uns gegenseitig gut motiviert.“ So hätten sie sich etwa an der Kletterwand vorher eine Technik überlegt, die dann auch hervorragend funktioniert habe.

Nach dem zweitägigen Wettbewerb mit Vorkampf und Finale waren die vier körperlich ziemlich erschöpft: „Wir hatten krassen Muskelkater, schon am Samstag, aber da war das Adrenalin noch da, am Sonntag waren wir dann echt kaputt.“ Die körperlichen Strapazen konnten der Begeisterung aber nichts anhaben: „Wir alle fanden das richtig cool, weil das ein Erlebnis war, was man sonst nicht so hat.“ Alles sei gut organisiert gewesen, geschlafen hätten die Teilnehmer in Riesenturnhallen auf dem Bundeswehrgelände, das Essen habe geschmeckt und abends sei kräftig gefeiert worden.

Zur Belohnung will die Bundeswehr die Zweitplatzierten zu Erlebnistagen bei der Luftwaffe einladen – mit Windsurfen, Besichtigung von Fluggeräten und anderen Attraktionen. Ob sie eines Tages auch beruflich bei der Bundeswehr landen wird, da sei sie sich noch nicht so sicher, sagt Alina Domann. Der Schülerin des Weber-Gymnasiums ist bewusst, dass es bei der Bundeswehr nicht nur um solche Erlebnisse wie in Warendorf geht. „Deshalb weiß ich auch nicht, ob ich mir das als Job vorstellen kann.“

Mit einer erneuten Teilnahme am Olympix-Wettbewerb sieht es da schon anders aus: „Wir haben auf jeden Fall vor, da wieder mitzumachen“, sagt Alina Domann. Alle vier seien richtig traurig gewesen, als es auf die Rückfahrt gegangen sei.

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