zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

23. Oktober 2017 | 14:01 Uhr

Mit Spaß nachhaltig lernen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Das Bildungsprogramm „plietsch grün“ wartet auf der Landesgartenschau mit 1200 Veranstaltungen auf

von
erstellt am 29.Jan.2016 | 14:52 Uhr

An Superlativen war gestern beim Pressetermin im Rathaus kein Mangel: Mit diesem Angebot werde die Landesgartenschau Maßstäbe setzen, äußerte Jörg Schumacher von den Stiftungen der Sparkasse Holstein seine Überzeugung. Und Joachim Wallmeroth aus dem Vorstand der Sparkasse Holstein pflichtete bei, dass in sehr kurzer Zeit ein Programm geschaffen worden sei, das seinem Vorbild bei der Landesgartenschau (LGS) in Landau überlegen sei. Die Rede ist von „plietsch grün – Hier wächst das Wissen“, einem Bildungsprogramm der LGS Eutin.

Ein Angebot von 1300 Bildungsveranstaltungen an vier Lernorten auf dem Gelände der Gartenschau, gegliedert in fünf Themenbereiche, stütze den Anspruch der Eutiner LGS, möglichst für alle Altersgruppen attraktive Angebote zu haben. Das sagte LGS-Geschäftsführer Martin Klehs, der seinen persönlichen Zustand angesichts der Präsentation des Projektes als „sehr glücklich“ beschrieb. Das Ziel, ein Bildungsprogramm mindestens wie in Landau (Rheinland-Pfalz) anzubieten, sei im Zusammenwirken vieler Kräfte gelungen.

Zu diesen Kräften gehören der Sparkassen-Verbund und die Stiftungen der Sparkasse Holstein, aber auch das Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein. Alle Fäden zusammengelaufen sind bei Stefanie Hönig, die bei der LGS dieses Projektes koordiniert.

Das ganze Programm, dessen Angebote sich sowohl an Kindergärten und Schulklassen als auch an Jugendgruppen und Träger der Jugendarbeit (zum Beispiel im Rahmen von Ferienpass-Angeboten oder für Ausflüge von Jugendgruppen) richtet und bewusst in den Ferien durchläuft, steht in einem 88 Seiten dicken Heft. Und es gibt eine Internetseite, über die auch Gruppen angemeldet werden können. 47 Anmeldungen lägen schon vor, und das bereits vor dem offiziellen Startschuss, sagte Stefanie Hönig.

85 Einrichtungen und Organisationen bieten knapp 60 verschiedene Programm an, bei denen mit Spaß und spielerisch Wissen vermittelt werden soll. Die Anbieter seien Träger von außerschulischer Bildung aus dem ganzen Land, darunter aber auch Eutiner Einrichtungen wie der Verein „Erlebnis Natur“ (Erna), die Stiftung Schloss Eutin und die Eutiner Festspiele. Die LGS werde damit auch zur Plattform der Akteure in der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung (BNE), sagt Anne Benett-Sturies vom Landesbildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume. Das habe „das Netzwerk der qualifizierten Akteure und außerschulischen Lernorte eingebracht.“

Es gebe Angebote für alle Altersklassen, sagte Stefanie Hönig, also auch für Oberstufenschüler. Die Themenpalette reiche von Natur- und Umweltphänomenen bis zu Kunst und Kultur, darunter Landart, altes Handwerk oder lebensnahe Aspekte wie Fair Trade, Konsum, Klimawandel oder regenerative Energien. Damit das Lernen einen Erlebnischarakter bekomme, fänden die Veranstaltungen fast ausnahmslos im Freien statt. Neben Forscherspaziergängen, Klimawandeltouren und Bachuntersuchungen sind alle Bildungsprogramme gleichzeitig auch Mitmachprogramme, bei denen Basteln, Werkeln und Gestalten willkommen seien.

Das Bildungsangebot sei auch mehr als ein „Grünes Klassenzimmer“: Ziel sei es, durch die Verknüpfung von „sehen – anfassen – verstehen“ Wissen und Erfahrungen weiterzuvermitteln und ein langfristiges Bewusstsein zu erzielen. Dieses Ziel werde schon bei den Kindern im Kindergartenalter verfolgt, betonte Anne Benett-Sturies: „Sie können sicher sein, dass schon den Kleinsten globale Zusammenhänge vermittelt werden.“

Das „plietsch-grün-Programm“ liegt sowohl als Print-Katalog als auch als Online-Kalender mit Buchungsfunktion vor. Die Internetadresse:
www.eutin-2016.de/veranstaltun gen/plietsch-gruen-kalender.html

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen