Mit Motor statt Bremse ins neue Jahr

Stießen auf das neue Jahr an: Altenkrempes Bürgermeister und Amtsvorsteher Hans-Peter Zink (v.l.), Regina Voß (Kasseedorf), Hans-Alfred Plötner (Schönwalde), Rüdiger Holst (Schashagen) und Volker Weidemann (Sierksdorf) .
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Stießen auf das neue Jahr an: Altenkrempes Bürgermeister und Amtsvorsteher Hans-Peter Zink (v.l.), Regina Voß (Kasseedorf), Hans-Alfred Plötner (Schönwalde), Rüdiger Holst (Schashagen) und Volker Weidemann (Sierksdorf) .

Neujahrsempfang der fünf Gemeinden des Amtes Ostholstein-Mitte mit 300 Gästen / Amtsvorsteher Hans-Peter Zink ermuntert Menschen, aktiv zu sein

shz.de von
20. Januar 2018, 18:19 Uhr

Über die Fortsetzung des Neujahrsempfanges im Amt Ostholstein-Mitte wurde angesichts sinkender Teilnehmerzahlen schon diskutiert. Am Sonnabend war das Interesse unterdes groß: Rund 300 Gäste begrüßten die Bürgermeister der fünf Amtsgemeinden im Conference-Center des Hansaparks in Sierksdorf. Nach den Ansprachen von Amtsvorsteher Hans-Peter Zink und Bürgermeister Volker Weidemann waren alle vom Hausherrn Christoph Andreas Leicht zu einem Imbiss geladen.

Zink zitierte Henri Ford mit dessen Motto: „Es hängt von dir selbst ab, ob du das neue Jahr als Bremse oder Motor nutzen willst“ und riet den Gästen: „Treten Sie nicht auf die Bremse, nutzen Sie die Kraft des Motors“.

Die Bundespolitik nahm Zink mit Blick auf die bevorstehenden Kommunalwahlen aufs Korn: „Schön wäre es, wenn bis dahin eine neu gewählte Bundesregierung im Amt wäre.“ Es müsse doch zu schaffen sein, parteipolitische Interessen zurückzustellen. Die Bürger rief er auf, am 6. Mai von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. In den Gemeinden werde dies zu handlungsfähigen Mehrheiten führen.

Als weitere bedeutende Themen für die Gemeinden Altenkrempe, Schashagen und Sierksdorf nannte der Amtsvorsteher die 380-kV-Ostküsten-Leitung und die Hinterlandanbindung für die Feste Fehmarnbelt-Querung. Ein ausdrücklicher Dank ging an die Bürgerinitiativen, die trotz ihrer Forderung nach einem Verzicht auf die Beltquerung auch konstruktiv an einer verträglichen Umsetzung der Hinterlandanbindung mitwirkten.Volker Weidemann ergänzte: „Wir werden alle dafür kämpfen, dass Sierksdorf nicht zum lautesten Ort an der Lübecker Bucht wird.“

Zink warb zudem um ehrenamtliche Helfer für eine Fahrradwerkstatt des Kinderschutzbundes, mit der die Mobilität der Flüchtlinge in den Dörfern erhöht werden soll. Die wenigen Busverbindungen reichten nicht.

Bei diesem Thema stellte er eine Verbesserung für alle Bürger in Aussicht: Gemeinsam mit den Gemeinden entwickle der Kreis Ostholstein eine Ergänzung des ÖPNV durch Dorfbusse. Die Kleinbusse böten je zwei Fahrten am Morgen und Nachmittag nach dem Prinzip des Anrufbusses zum Preis des Schleswig-Holstein-Tarifes. Die Linien sollen nach der Kommunalwahl unter Beteiligung der Einwohner geplant werden.

Um den Fahrradwegebau voranzubringen, müsse man nach Zinks Überzeugung wohl an die Fahrraddemonstration aus dem September anschließen und diesmal von Schönwalde zum Landeshaus in Kiel radeln. Die Antworten der Landesregierung seien nicht zufriedenstellend.

Volker Weidemann rief die Sierksdorfer auf, sich solidarisch zu verhalten und die Gelegenheit zum Anschluss des eigenen Hauses an das Glasfasernetz des Zweckverbandes durch die TNG Stadtnetz zu nutzen. Er dankte ausdrücklich den vielen Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren des Amtes und kündigte weitere Maßnahmen zur Mitgliederwerbung an. Außerdem erinnerte er an die 750-Jahr-Feier in Roge, die im Juni und September gefeiert werden soll. Elvira Hahn und Brunhilde Schlump ehrte Volker Weidemann für ihr ehrenamtliches Engagement und Henna Grüllich für ihre Reitsporterfolge mit dem fünfjährigen Ponny Stanley.

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