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Ostholsteiner Anzeiger

13. Dezember 2017 | 01:01 Uhr

Mit Minions, aber ohne Männergarde

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Beim 66. Karneval am Lachsbach feierten Hunderte von Narren ausgelassen bis tief in die Nacht – und am Aschermittwoch ist in Schönwalde noch nicht Schluss

shz.de von
erstellt am 07.Feb.2016 | 15:51 Uhr

Mit einem dreifach donnernden „Schönwalde Laba“ hat Karnevalsprinz Michael II. am Sonnabend den 66. Karneval am Lachsbach in Schönwalde eröffnet. Zuvor war er mit der Funkengarde und dem Elferrat zu den Klängen des Lachsbachmarsches in den rot-weiß geschmückten Saal des Landhauses Schönwalde eingezogen. Dort warteten bereits Hunderte von Narren auf die Proklamation der Kussfreiheit und hielten sich auch an die Aufforderung, beim Feiern nicht auf die Uhr zu schauen. Die letzten Jecken gingen am frühen Sonntagmorgen nach Hause.

Noch kurz vor Mitternacht drängten sich die kostümierten Partygänger an der Kasse. Sie verpassten die ersten Tänze der Funkengarde, die wie immer die Beine fliegen ließ. Auf den Auftritt der Männergarde, die in den vergangenen Jahren Beifallsstürme ausgelöst hatte, mussten die Narren dieses Mal verzichten. Prinz Michael II. hatte es bereits in seiner Rede angekündigt und den Daumen nach unten dafür gezeigt, dass es ein zu geringes Interesse unter den jungen Männern gab. Der Stimmung im Saal tat es keinen Abbruch.

An „eine Armlänge Abstand“ war schon weit vor Mitternacht nicht zu denken. Das Sicherheitsgefühl war trotzdem groß angesichts unzähliger Polizeiuniformen. In den meisten steckten Frauen, die für ihre eigene Sicherheit sorgten. Zwischen den „üblichen Verdächtigen“ wie Cowboys und Indianern, Ärzten und Krankenschwestern sowie unzähligen Elfen und Feen fand sich auch manch ausgefallenes und aufwendiges Kostüm. In unterschiedlichsten Varianten tauchten immer wieder die kleinen gelben Minions (aus dem gleichnamigen US-amerikanischen Animationsfilm) auf, und Banane, Erbeere und andere süße Früchtchen ergaben einen bunten Fruchtsalat. In die 50er-Jahre mit Tupfen-Kleid und Petticoat hatte sich eine ganze Clique aufgemacht, während sich die Woodstock-Jünger erst auf der Tanzfläche vereinigten.

Bereits am Nachmittag hatten die Kindergarden gemeinsam mit Prinz Michael II. zum Kinderkarneval eingeladen. Trotz Verlegung des traditionellen Termins vom Sonntag auf den Sonnabend waren zahlreiche kleine Jecken in ihren Kostümen versammelt und beklatschten die Auftritte der drei Garden. Unter den Kostümen dominierte deutlich die Eisprinzessin Elsa aus dem Disney-Film „Die Eiskönigin“. Spaß bereiteten viele Tanzspiele und eine Polonaise, an deren Ende eine süße Überraschung wartete. Auch Kamellen flogen zur Freude der Kleinen.

Für alle, die noch nicht genug von der fünften Jahreszeit haben, feiert man in Schönwalde traditionell auch noch nach dem Aschermittwoch am kommenden Sonnabend ab 20.11 Uhr „Kein Ende der Narrenzeit“.

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