Grundstückbesitzer legen Hand an: : Mit Maschendraht gegen Gänse

Mit solchen „Gänse-Sperren“ versuchen Grundstücksbesitzer die Tiere fern zu halten, ärgert sich Jürgen Skop.   Fotos: Jürgen Skop
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Mit solchen „Gänse-Sperren“ versuchen Grundstücksbesitzer die Tiere fern zu halten, ärgert sich Jürgen Skop. Fotos: Jürgen Skop

Timmdorfer prangert Abwehrmaßnahmen gegen Vögel am Dieksee an und appelliert an die Grundstücksbesitzer, diese zu unterlassen

shz.de von
07. Mai 2014, 20:21 Uhr

Das Verhalten einiger Grundstücksbesitzer gegenüber Graugänsen nimmt der Timmdorfer Jürgen Skop aufs Korn. Die Tiere brüten auf der großen Insel im Dieksee ungestört. Wenn die Küken da sind, könnten die Gänse nicht mehr vom Dieksee in die umliegenden Lande fliegen, um dort zu fressen. Also seien sie auf Grünflächen an den Ufern des Dieksees angewiesen, um Nahrung zu finden.

Am Dieksee seien Grünflächen jedoch kaum vorhanden, außer in Niederkleveez und Timmdorf – und die seien fast ausnahmslos Privatgrundstücke. Die Gänse hätten also fast nur dort die Möglichkeit, die Küken so lange auszuführen, bis diese flügge seien. „Nun gibt es leider Grundstückbesitzer die das nicht haben wollen“, bedauert Skop. Sie störe der Kot der Tiere auf dem steril „gepflegten“ Rasen, obgleich das ja eigentlich auch natürlicher Dünger sei. „Ich beobachte immer wieder, dass einige, glücklicherweise ganz wenige, die Tiere davonjagen, was ganz einfach ist, denn diese sind sehr wachsam und scheu.“ Manche Grundstücksbesitzer gingen gar dazu über, das Seeufer mit Maschendraht und anderem gegen die Tiere zu „sichern“.

„Diese Grundstücksbesitzer vergessen die Tatsache, dass die Tiere ,vor uns‘ da waren und auch eine Existenzberechtigung haben und in der Aufzuchtszeit nirgendwo anders Zuflucht finden als auf den hier von Menschen ,besetzten‘ Flächen“, kritisiert Skop. Er hofft, dass sich die Betroffenen sich eines Besseren besinnen.

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