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Ostholsteiner Anzeiger

20. Oktober 2017 | 06:06 Uhr

Mit Fachwissen und Zauberkraft

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die neue Direktorin am Amtsgericht Eutin ist gestern in ihr Amt eingeführt worden / Anja Farries brachte ihre Familie mit

shz.de von
erstellt am 15.Jan.2016 | 04:04 Uhr

Anja Farries ist gestern nun auch offiziell das Amt der Direktorin des Amtsgerichtes Eutin übertragen worden. Staatssekretär Dr. Eberhard Schmidt-Elsaeßer lobte die neue Chefin in dem Haus am Jungfernstieg über den grünen Klee. Farries, die ihr Amt seit Jahresbeginn ausübt, sei „eine fachlich hochkompetente und eine ausgesprochen tatkräftige Persönlichkeit.“

Der Präsident des Lübecker Landgerichts, Dr. Ole Krönert, begrüßte nicht nur die höchsten Amtsträger aus Politik, Verwaltung und Justiz wie
die Landtagsabgeordnete Regina Poersch, die Präsidentin des Oberlandesgerichts Uta Fölster, den Leitenden Oberstaatsanwalt in Lübeck, Thomas-Michael Hoffmann, und Ostholsteins Kreistagspräsident Ulrich Rüder. Er hieß auch die Leiter der Amtsgerichte willkommen. „Liebe Anja, das sind jetzt Deine Brüder, genauer gesagt Amtsbrüder. Vertragt euch schön“, mahnte der Landgerichtspräsident salopp. Die neue Direktorin überzeuge nicht nur mit fachlichem Wissen auf höchstem Niveau. Farries sei einfühlsam ohne dabei gefühlsduselig zu werden.

Für die Eutiner Anwaltschaft sprach Matthias Schiffer: „Es kann einem nichts Besseres passieren, als hier am Amtsgericht in Eutin Richterin zu werden“, warb er für die Kreisstadt Ostholsteins, auch wenn die Anwälte nicht immer einverstanden seien mit den Urteilen der Kollegen, zwinkerte er – und erntete heitere Zustimmung. Für die Anwälte sei vor allem wichtig, wandte er sich an Farries, „dass weiterhin der gute Draht da ist.“

Nicole Koch vom Personalrat des Amtsgerichts wünschte der neuen Chefin Kreativität, Zuversicht und Mut, ungewöhnliche Wege zu gehen – und wenn es die Zauberkünste der Richterin seien. Der nächste Betriebsausflug dürfte für Farries sicherlich zum Zaubern da sein. Interimschef und Richterkollege Herbert Bolk versicherte Farries die Mithilfe ihrer Eutiner Kollegen und freute sich auf die Zusammenarbeit. Für ihn endete eine sechsmonatige Doppelbelastung.

Farries bewies, dass sie auf ihrem Eutiner Posten angekommen ist, als sie Uta Fölster, Präsidentin des Oberlandesgerichts, sagte: „Ja, tauschen ist nicht.“ In Sachen Menschlichkeit und Empathie wolle sie ihrer Vorgängerin Hanna Wege in nichts nachstehen, betonte Farries. Die neue Gerichtschefin hatte ihre Familie mitgebracht. Einer ihrer vier Söhne, Pianist Joscha Farries, musizierte mit seiner Freundin, Sängerin Sarah Wagner.

Humorvoll hatte Schmidt-Elsaeßer eingangs auf Farries Geburtsort Eutin verwiesen: In Nähe des Amtsgerichts zur Welt gekommen, habe sie damals vermutlich erste juristische Schwingungen verspürt.

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