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Mit dem Fahrrad und dem Pferd zum Mobilitätstag

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 04.Mai.2017 | 12:00 Uhr

Da staunte selbst die Landrätin, als die Kreistagsmitarbeiterin Claudia Beer aus Wittmoldt am Tag der Mobilität mit ihrem Pferd vor dem Kreishaus vorritt. Eine Stunde sei sie unterwegs gewesen – nur leider fehlte am Kreishaus ein Stall, sonst würde sie das sicherlich öfters machen, so die überzeugte Reiterin. Zumindest wollte sie so mal ein Zeichen setzen.

Das wollte gestern auch Landrätin Stephanie Ladwig, die zum „Mobilitätstag“ im Kreishaus aufgerufen hatte. Etwas über 500 Mitarbeiter zählt man im Kreishaus, 72 Prozent pendeln mit dem Auto. Wer bis zu fünf Kilometer entfernt wohnt, geht auch schon mal zu Fuß, bis zu zehn Kilometer fahren die Mitarbeiter auch schon mal mit dem Fahrrad zur Arbeit. Und gerade im Winter nutzen zehn Prozent auch den ÖPNV. Das hat eine interne Mitarbeiterbefragung ergeben.

Die Zahl der Pendler ist seit 2000 bundesweit gestiegen (von 53 auf 60 Prozent). „Luft nach oben im Sinne moderner Mobilität ist aber sicherlich vorhanden. Deshalb sagen wir als umweltbewusste und moderne Kreisverwaltung: Der heutige Tag dient dem Zweck, über den eigenen Arbeitsweg nachzudenken“, sagte die Landrätin. Sie war mit dem Fahrrad gekommen.

Auch die Kreisverwaltung Plön hat erkannt, dass sich gerade kurze Wege eignen, um Bewegung in den Alltag zu bringen. Ihren Mitarbeitern bot die Verwaltung deshalb ein vielfältiges Programm rund um die Themen Gesundheit, Klima und Mobilität. So konnten Mitarbeiter erfahren, wie sie ihren eigenen Arbeitsweg gesünder, umweltfreundlicher und kostengünstiger gestalten können. Mit elektrischen Pedelecs beispielsweise, einem Elektro-Auto oder auch dem ÖPNV. Zudem bot der Mobilitätstag für die Beschäftigten die Chance, neue Fitnesstrends zu entdecken oder die Geschicklichkeit auf einem Fahrradparcours zu testen.

Zudem wird der Kreis einen Schwerpunkt beim Thema Mobilität setzen. Zum 1. Juli wird ein „Mobilitätsbeauftragter“ beim Kreis eingestellt. Er kommt aus Preetz und ist ein Fachmann für Mobilitätsfragen. „Er soll sich intensiv um das Thema im Kreis kümmern“, so die Landrätin, „angefangen von der e-Mobilität über Anruf- und Bürgerbusse, Fragen der Vernetzung, des ÖPNV-Ausbaus und der Abstimmung untereinander. Eben ein Mann der Zukunft.“

Auch der Kreis selbst will dabei aktiv werden. Wenn demnächst die Renovierung der Tiefgarage am Kreishaus beginnt, wird dort eine E-Tankstelle für Elektro-Autos eingerichtet. „Warum sollte der Kreis nicht auch ein E-Auto für Dienstfahrten bekommen“, stellt die Landrätin in den Raum. Und nicht zuletzt elektrische Pedelecs als Dienstfahrräder für den Nahbereich. „Die Frage ist heute nicht mehr, ob wir wo hinfahren, sondern wie“, zitierte die Landrätin Hermann Löns, der diese Aussage schon vor 100 Jahren geprägt hat. „Ein intelligenter ÖNPV, Elektromobilität, Carsharing, Bus und Bahn – alles vernetzt und intelligent zum Beispiel über unsere Smartphones. Das sind für uns keine Fremdworte mehr. Deshalb wirken wir als Kreis intensiv am Masterplan Mobilität mit“, so das Fazit von Landrätin Stephanie Ladwig.

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