Mit dem Bogen zur Meisterschaft

Stefan Dost bereitet sich im Training auf die sportlichen Herausforderungen vor.
Stefan Dost bereitet sich im Training auf die sportlichen Herausforderungen vor.

Stefan Dost aus Oldenburg ist der einzige Schleswig-Holsteiner, der bei der nationalen Meisterschaft des Deutschen Schützenbundes antritt

shz.de von
24. Juli 2018, 10:22 Uhr

Das hat es für die Feldbogenschützen des Norddeutschen Schützenbundes selten gegeben: Der in Oldenburg lebende Stefan Dost vom Bogensport des SV Göhl ist bei den nationalen Meisterschaften des Deutschen Schützenbundes alleiniger Vertreter des Landes Schleswig-Holstein unter gut 270 Startern. Sie wetteifern von Sonnabend bis Sonntag in Margstadt bei Böblingen in Baden-Württemberg um die Medaillen in den unterschiedlichsten Altersklassen mit Recurve- und Compoundbogen.

„Nach einer großen noch laufenden Hausumbaumaßnahme habe ich überlegt, ob ich die weite Reise in den Süden Deutschlands überhaupt antreten soll. Aber eine Unterbrechung tun meiner Frau Ute und mir sicher gut“, sagt der Oldenburger, der in vier Wochen seinen 54. Geburtstag feiert.

Seit Jahren ist er einer der besten Bogenschützen des Kreises Ostholstein und im Feldbogenschießen auch im Land. „Den neunten Rang aus dem Vorjahr in Hohegeiß möchte ich trotz Trainingsrückstand diesmal toppen“, betont Stefan Dost. Im Norddeutschen Schützenbund musste er bei 374 Ringen mit dem dritten Rang bei den Landesmeisterschaften zufrieden sein. Der Titel ging für 379 an Marc Leuschner, gefolgt von Michael Lehmann (375). Beide sind Mitglied im SV Rethwisch Bogen. „Sie waren vor einem Jahr mit mir bei der DM, haben aber die Startberechtigung leider nicht angenommen“, bedauert Stefan Dost ein wenig. Er schießt in der Altersklasse Master (50 bis 65 Jahre), ran muss er am Sonnabend um 8.30 Uhr. Dann geht es ins Gelände. Beim Feldbogenschießen müssen in zwei Runden die Scheiben zunächst auf bekannte Entfernungen getroffen werden.

Die zweite Hälfte des Wettkampfes in ungleich schwerer, weil der Schütze die Entfernung nicht von Schildern ablesen kann. „Das alles ist der Reiz an dieser Bogensportdisziplin, dazu kommt oft das kuppige Gelände“, so der Compoundschütze. „Außerdem kann das Wetter in Süddeutschland am Wochenende auch ganz anders sein als hier,“ fügt Stefan Dost hinzu.

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