Mit dem Auto bis ans Schultor

Morgendliche Fahrt zum Schultor: Die Strecke auf der sich  Eltern morgens die Durchfahrt mit Schulkindern teilen, die rechts neben der Amtsverwaltung den Fußweg nutzen, ist deutlich zu  erkennen.
Morgendliche Fahrt zum Schultor: Die Strecke auf der sich Eltern morgens die Durchfahrt mit Schulkindern teilen, die rechts neben der Amtsverwaltung den Fußweg nutzen, ist deutlich zu erkennen.

Eltern versuchen, ihren Sprösslingen selbst die letzten Meter zu ersparen und gefährden so andere Kinder

shz.de von
17. Dezember 2013, 00:34 Uhr

Die Straßen rund um die Friedrich-Hiller-Schule, das Dorfmuseum und die Amtsverwaltung am Ruhsal in Schönwalde sind so gut es geht verkehrsberuhigt. Die Busse müssen so einen knapp einen Kilometer langen Umweg fahren, aber dennoch ist die allmorgendliche Situation vor den Toren der Schule untragbar. Darüber sind sich Schulverbandsvorsteherin Angela Hüttmann, Schönwaldes Bürgermeister Hans-Alfred Plötner und die Mitglieder des „rundes Tisches“ der Schule einig.

Das Problem sind Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto möglichst dicht ans Schultor bringen wollen. Einige nutzen ihre Ortskenntnis und schaffen es tatsächlich bis vor das Tor zum Schulhof, vor dem es nach den Planungen vor Ort gar keinen Autoverkehr geben dürfte. Sie fahren durch eine kleine, nur für den Anliegerverkehr freigegebene Straße neben der Amtsverwaltung auf den dortigen Besucherparkplatz, um dann durch eine schmale Durchfahrt auf den Vorplatz des Schulhofes direkt hinter dem Dorfmuseum zu gelangen. Auf diesen knapp 100 Metern Wegstrecke befinden sich zwei enge Durchfahrten die keinen Gegenverkehr zulassen sowie zwei unübersichtliche 90-Grad-Kurven. Dennoch meisterten die Eltern diese Strecke in beachtlich rasanter Fahrweise, wie Bürgermeister Plötner aus eigenen Beobachtungen zu berichten weiß. Dabei teilen sich an zwei Stellen auch noch für einige Meter Fahrzeuge und Fußgänger den Weg. Gerade in der dunklen Jahreszeit fürchten die Verantwortlichen daher um die Sicherheit der Kinder, deren Schulweg den Weg der elterlichen Chauffeure kreuzt.

Mit einem Brief an die Eltern wollen nun Schulleitung und Schulverband gemeinsam auf die Gefahren aufmerksam machen und Alternativen aufzeigen. Sowohl an der Eutiner Straße als auch an der Bungsbergstraße gibt es Parkmöglichkeiten, von denen die Kinder die letzten 50 bis 100 Meter zur Schule zu Fuß gehen können. Zu Beginn des kommenden Jahres will sich dann auch das örtliche Polizeirevier der Verkehrsüberwachung neben und hinter dem Amt annehmen, um die letzten Meter bis vors Schultor sicherer zu machen.

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