Parlamentarisches Partnerschaftsprogramm : Mit Bundestagsbeistand ein Jahr lang in die Staaten

Nora Steckel, Gesundheitswesen-Kauffrau, und Pate Ingo Gädechens. Foto: cjb
Nora Steckel, Gesundheitswesen-Kauffrau, und Pate Ingo Gädechens. Foto: cjb

Den "American Way of Life" hautnah erleben - ein Traum vieler junger Deutscher. Für Nora Steckel (22) aus Ahrensbök geht er in Erfüllung.

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08. März 2011, 11:16 Uhr

Ahrensbök | Im Rahmen des Parlamentarischen Patenschaftsprogrammes (PPP) ermöglicht ihr der Bundestagsabgeordnete Ingo Gädechens (CDU) ein einjähriges Stipendiat in den USA.

Das Jugendaustauschprogramm des Bundestages und des US-Kongresses ermöglicht seit 1983 jedes Jahr etwa 360 Schülern oder jungen Berufstätigen einen einjährigen Aufenthalt in den Vereinigten Staaten und im Gegenzug in der Bundesrepublik. Deutsche Schüler besuchen in den USA eine Schule, junge Berufstätige absolvieren meistens ein College-Semester und ein berufsbezogenes Praktikum.

Nora Steckel, Kauffrau im Gesundheitswesen, sagt: "Ich hatte schon lange den Wunsch, ins Ausland zu gehen, Arbeitsleben und Studentenleben woanders kennen lernen". Das Stipendium biete ihr deutlich mehr Möglichkeiten als beispielsweise eine Au-pair-Tätigkeit. Ihre Gastfamilie kennt die 22-Jährige, die 2008 ihr Abitur ablegte, bislang ebenso wenig wie den Bundesstaat, in den sie kommen wird. Bange sei ihr jedoch nicht: "Amerikaner sind grundsätzlich gastfreundlich veranlagt," weiß sie. Im Frühling müsse sie noch ein Vorbereitungswochenende durchlaufen, ehe der US-Aufenthalt Mitte August mit einem Seminar in New York beginne.

Drei Bewerbungen seien nach einer Vorauswahl auf seinem Schreibtisch gelandet, sagte Gädechens. Entschieden habe er sich für Nora Steckel, weil sie die einzige Bewerberin mit einer Berufsausbildung gewesen sei, damit sie noch einmal "ein frisch geöffnetes Fenster nutzen kann", um ihr berufliches Profil zu schärfen.

"Ich finde es toll, jungen Menschen Möglichkeiten zu bieten, die ich selber nie hatte", bekräftigt der Bundestagsabgeordnete. Seine einzige Sorge sei, dass die Ahrensbökerin mit einem kräftig amerikanisierten Englisch wiederkehre, flachst Gädechens.

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