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Ostholstein-Museum : Mit Bordmitteln neu verpackt

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Alle Mitarbeiter des Ostholstein-Museums halfen beim dreimonatigen Umbau der Dauerausstellung mit – Sonnabend öffnet sie wieder.

shz.de von
erstellt am 27.Feb.2014 | 00:00 Uhr

Eutin | Im Ostholstein-Museum liegt der Geruch nach Neuem in der Luft. Das erste Obergeschoss hat einen neuen Anstrich bekommen, der alte Teppich ist einem modernen PVC-Boden gewichen, die grass-grünen Stellwände wurden gegen sandfarbige Modelle eingetauscht. Kurzum: Die Dauerstellung erstrahlt im neuen Glanz. Nach dreimonatiger Umbaupause eröffnet sie am Sonnabend, 1. März, um 18 Uhr wieder ihre Türen. Auf den Tag genau 25 Jahre nach dem Einzug des Ostholstein-Museum in das Gebäude am Schloßplatz.

Museumsleiterin Dr. Julia Hümme ist mit dem Einsatz ihrer Teams während der Renovierungsphase hochzufrieden. „Wir haben das komplette Obergeschoss nur mit Bordmitteln ausgeräumt. Jeder hat das gemacht, was er am besten konnte“, sagt sie. Die Kosten für den Umbau konnten hierdurch vergleichsweise gering gehalten werden. Während der neue PVC-Boden mit 35 000 Euro zu Buche schlug, kosten die Stellwände rund 25 000 Euro. Macht zusammen 60 000 Euro.

Nachdem bereits in den Vorjahren das Erd- und Dachgeschoss renoviert worden war, sind die aufwendigen Umbauarbeiten im Ostholstein-Museum nun abgeschlossen. „Wir sind jetzt auf allen drei Ebenen fertigt“, so Hümme. Lediglich die Außenfassade benötigt noch einen Anstrich. Dieser soll voraussichtlich im Frühjahr erfolgen. „Dann werden wir auch das Rosenbett neu anlegen“, verspricht Carsten Behnk, Geschäftsführer der Kulturstiftungen Ostholstein.

Inhaltlich können sich die Besucher auf neue Inhalte in der Dauerstellung freuen. „Man tapeziert ja auch nicht sein Wohnzimmer und stellt danach wieder alles am gleichen Platz.“ Zwar seien 90 Prozent der Exponate sind geblieben: „Wir haben aber auch wieder einiges auch unserem Magazin rausgeholt.“ Schwerpunkt der Ausstellung bleibt Eutin zu seiner Blütezeit um 1800, als es unter Herzog Peter Friedrich Ludwig von Oldenburg ein geistig-kulturelles Zentrum im deutschsprachigen Raum war.

Sie umfasst Exponate und Schriften zu bekannten Dichtern und Denkern der Zeit sowie Malereien des 19. und 20. Jahrhunderts. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Werken von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein.

Pünktlich zur Wiederöffnung startet das Ostholstein-Museum mit einem neuen Programm. Erster Höhepunkt wird die Ausstellung von Werken des Künstlers Cesar Klein (1876-1954) sein, der vor 60 Jahren in Pansdorf verstarb. Seine Kunst stuften die Nazis als entartet ein. Seine Bilder sind ab dem 9. März zu sehen. Drei Tage zuvor startet die Ausstellung „Der bewegte Koffer“, ein deutsch-dänisches Projekt.

 

 

 

 

 

 

 

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