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Ostholsteiner Anzeiger

22. Oktober 2017 | 19:49 Uhr

Mit 2:1-Sieg an die Spitze

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Eutin 08 übernimmt mit Erfolg beim TSV Altenholz die Tabellenführung in der Schleswig-Holstein-Liga

shz.de von
erstellt am 30.Aug.2015 | 12:15 Uhr

Mit einem schwer erarbeiteten 2:1 (1:0)-Erfolg beim TSV Altenholz haben die Fußballer von Eutin 08 im sechsten Saisonspiel den Platz zum fünften Mal als Sieger verlassen. Angenehme Nebenwirkung: Da Aufsteiger Oldenburg gegen den bisherigen Spitzenreiter TSB Flensburg ein 3:3(2:0)-Unentschieden erreichte, übernahm Eutin 08 die Tabellenführung.

„Es wurde Zeit, dass mir ein Tor gelungen ist“, sagte der Eutiner Kapitän Sönke Meyer nach dem Abpfiff. Er hatte mit einem Schuss von der Strafraumgrenze nach präziser Vorarbeit von Kevin Hübner und Florian Stahl das 1:0 erzielt (13.). Die Eutiner bestimmten das Spiel vom Anpfiff weg. Der TSV Altenholz zog sich weit in die eigene Hälfte zurück und änderte seine Taktik auch nach dem frühen Eutiner Führungstreffer nicht.

Trainer Hans-Friedrich „Mecki“ Brunner hatte seine Aufstellung gegenüber der Vorwoche auf drei Positionen geändert. Für den an einer Mandelentzündung erkrankten Fabian Oeser stand Nick Dräger im Tor, Lion Glosch ersetzte Urlauber Lasse Leinweber als rechter Verteidiger und im Angriff lief Julian Brauer für Fabio Parduhn in der Startelf auf. Bereits in der sechsten Minute hatte Brauer den Eutiner Führungstreffer auf dem Fuß, Philip Nielsen spielte einen präzisen Pass in die Spitze, die Altenholzer Abseitsfalle schnappte nicht zu, doch Julian Brauer schloss überhastet ab und schoss den Ball am ihm entgegenlaufenden TSV-Torwart Hüsnü Özdemir, aber auch am langen Pfosten vorbei (6.). Özdemir wurde von den Eutiner regelrecht warmgeschossen. So parierte er glänzend gegen Kevin Hübner, den Kevin Wölk mit einem Eckball von links bedient hatte (10.).

Die Altenholzer Hintermannschaft hatte Mühe die Gäste im Zaum zu halten. Rechts-Verteidiger Julian Langnau gelang dies in der 15. Minute nur auf Kosten einer Gelben Karte, nachdem er Hübner zum dritten Mal mit einem Foulspiel gestoppt hatte. Christian Rave prüfte nach 18 Minuten erneute den Altenholzer Schlussmann, der den Ball mit einem spektakulären Sprung aus dem linken Eck fischte. Nach 22 Minuten verzeichneten die Gatsgeber den ersten gefährlichen Konter, doch der Kopfball von Pierre Didier Wessebie landete aufd em Tornetz.

Nach sehenswerten Paraden von Özdemir gegen Brauer (25.) und Wölk (35.) hatten die Altenholzer ihre beste Möglichkeit in der ersten Halbzeit. Wessebie kam im Eutiner Strafraum nach einem Zweikampf mit Florian Sax zu Fall, den Eutinern stockte kurz der Atem, die Altenholzer reklamierten, doch Schiedsrichter Yannick Meyer stand dicht am Geschehen und signalisierte sofort „weiterspielen“ (36.). Auf der anderen Seite hatte einmal mehr Hüsnü Özdemir die Hand im Spiel, als Florian Stahl nach sehenswertem Solo von der Strafraumgrenze abzog – und im TSV-Keeper seinen Meister fand (37.).

„Wir haben gegen Ende der ersten Halbzeit den Faden verloren und sind dann aber mit Schwung aus der Kabine gekommen“, sagte Mecki Brunner. Er spielte darauf an, dass Philip „Blubber“ Nielsen nach einem Wölk-Eckball von links den Ball direkt abnahm und aus zwölf Metern unhaltbar ins rechte Eck schoss (54.).

Erst jetzt wurde der TSV Altenholz mutiger, öffnete sein Spiel und streute so Sand ins Eutiner Getriebe. Der Lohn war der Anschlusstreffer, den Christopher Wurr nach einem Konter mit einem Kopfball markierte (71.). „Wir hatten uns für die zweite Halbzeit viel vorgenommen“, sagt TSV-Trainer Ulf Ciechowski. Wie schon eine Woche zuvor beim 3:4 in Eichede habe seine Mannschaft gegen ein Spitzenteam ein starke Leistung gezeigt: „Aber es nützt nichts, für eine gute Moral können wir uns nichts kaufen. Und auch heute stehen wir mit leeren Händen da.“ Mecki Brunner monierte, dass seine Mannschaft nach dem 2:0 nicht mehr entschlossen genug auf die zweiten Bälle gegangen sei. Letztlich habe der TSV Altenholz kaum Chancen gehabt. Ulf Ciechowski räumte ein: „Aufgrund der ersten Halbzeit ist der Eutiner Sieg nicht unverdient.“

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