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Ostholsteiner Anzeiger

22. August 2017 | 07:48 Uhr

Minister-Stippvisite im Kreis Plön

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Das Landeskabinett tagte gestern im Regionalen Berufsbildungszentrum und schwirrte danach in den Kreis aus

Bei seinen auswärtigen Sitzungen in Schleswig-Holstein machte das Landeskabinett gestern im Kreis Plön Station. Es verschaffte sich einen Einblick in die Sorgen und Nöte des Kreises. Informationen gab Plöns Landrätin Stephanie Ladwig, die an der Kabinettssitzung teilnahm. Im Anschluss schwirrten die Kabinettsmitglieder in den Kreis Plön aus – darunter Justizministerin Anke Spoorendonk zum Amtsgericht Plön, Verkehrsminister Reinhard Meyer auf den Campingplatz Spitzenort oder Innenminister Stefan Studt in die Gemeinschaftsunterkunft des Kreises in Plön und zur Fischerei Reese am Großen Plöner See.

Für Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) war es eine Rückkehr zu den Wurzeln. In Lütjenburg ist er politisch groß geworden: „Der Kreis Plön hat mit meinem Leben viel zu tun“, sagte Albig in einer Pressekonferenz mit Landrätin Stephanie Ladwig und Bildungsministerin Britta Ernst im Berufsbildungszentrum, wo auch die Kabinettssitzung stattfand. Themen waren die anstehenden Sitzungen des Bundesrates, der Ministerpräsidentenkonferenz sowie des Landtages.

Es ging um die Situation von Flüchtlingen im Kreis Plön und speziell den Vorhaltekosten aber auch den hohen Kosten der Kommunen bei Kindertagesstätten und Krippen. Dazu Albig: „Den Weg werden Land und Kommunen gemeinsam gehen müssen.“ Plöner Themen waren Windenergie, Raumordnung aber auch die Verkehrsprojekte A21 und B404.

Bewirtet wurden die Mitglieder des Landeskabinetts in der Lehrküche des Berufsbildungszentrums von angehenden Fleischereifachverkäuferinnen aus dem ersten Lehrjahr. Es gab Lasagne an Tischen, die in den Landesfarben dekoriert waren. Albig lobte die Arbeit am Regionalen Berufsbildungszentrum in Plön: „Jeder kann hier seinen Bildungsweg finden. Hier wird sehr gute Arbeit geleistet.“

Landrätin Stephanie Ladwig blickte in der Pressekonferenz auf „auf hilfreiche Gespräche über Stärken und Schwächen der Region“. Und Bildung habe im Kreis Plön eine hohe Bedeutung. Im Berufsbildungszentrum würden junge Menschen in den Arbeitsmarkt begleitet. Dafür sorge aber auch eine enge Kooperation aller beteiligten Behörden.

Im Rahmen der auswärtigen Kabinettssitzung besuchte Finanzministerin Monika Heinold den Seniorenbeirat der Stadt Plön und stellte dort den neuen Alterseinkünfterechner des Landes vor. „Die ersten Rückmeldungen des Landesseniorenrates haben wir bereits eingearbeitet. Ich hoffe, dass nun viele Rentner von dem kostenlosen Angebot Gebrauch machen.“

2005 wurde die Besteuerung von Renten und anderen Alterseinkünften neu geregelt. Im Vergleich zur bis dahin geltenden Rechtslage wird seitdem ein höherer Anteil der Renten steuerpflichtig. Im Gegenzug können mehr Altersvorsorgeaufwendungen während des Berufslebens steuerlich geltend gemacht werden.Heinold war es wichtig, ein einfaches Instrument zur Verfügung zu stellen, mit dem Rentner mit wenigen Klicks ihre persönliche Situation überprüfen können.

Und während Umweltminister Robert Habeck drei Besuche in Schwentinental unternahm, stellte sich Innenminister Stefan Studt den Sorgen der Binnenfischer und Teichwirte. Gemeinsam mit dem SPD-Bürgermeisterkandidaten Lars Winter schlug Innenminister Studt beim diskussionsfreudigen und streitbaren Fischwirtschaftsmeister Gunnar Reese auf. Lars Winter ist auch als SPD-Landtagsabgeordneter fischereipolitischer Sprecher seiner Fraktion.

Reese klagte denn auch über die Fischereipolitik des Landes und dass von den avisierten europäischen Fördergeldern von 30 Millionen Euro bei den Binnenfischern und Teichwirten sicher kein Cent hängen bleibe. Und wenn Geld aus dem Fördertopf in Aussicht gestellt werde, dann müssten viel zu hohe Voraussetzungen dafür erfüllt werden. Reese: „Dann kann man es lieber gleich lassen.“

Ebenfalls mit Lars Winter im Gefolge war Verkehrsminister Reinhard Meyer zuvor Gast bei Anja und Achim Kuhnt auf dem mehrfach ausgezeichneten Campingplatz Spitzenort. Meyer ist auch Präsident des Deutschen Tourismusverbandes. Er verschaffte sich bei einem Rundgang einen Überblick des Angebotes auf Spitzenort.

 

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erstellt am 19.Apr.2016 | 11:31 Uhr

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