Millionen-Investition für Neustadt

Gute Nachrichten für den Standort Neustadt hatten die Abgeordneten Bettina Hagedorn, Norbert Brackmann, Dr. Ole Schröder und Ingo Gädechens (Mitte, v.li.) gestern für Stefan Wendrich (Leiter der Bundespolizei See, li.) und Bodo Kaping (Leiter der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt).
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Gute Nachrichten für den Standort Neustadt hatten die Abgeordneten Bettina Hagedorn, Norbert Brackmann, Dr. Ole Schröder und Ingo Gädechens (Mitte, v.li.) gestern für Stefan Wendrich (Leiter der Bundespolizei See, li.) und Bodo Kaping (Leiter der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt).

Bundespolizei See erhält Geld für weiteres Fachpersonal, einen Einsatzschiff-Simulator und neue Räume / Besuch von Abgeordneten

shz.de von
13. März 2017, 11:07 Uhr

Ortstermin für die Abgeordneten des Bundestages Bettina Hagedorn (SPD) und Norbert Brackmann (CDU) sowie Ingo Gädechens (CDU): Die Politiker nahmen gestern auf Einladung des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesministerium des Innern, Dr. Ole Schröder (CDU), die Arbeit der Bundespolizei See in Augenschein. Und die Abgeordneten kamen nicht mit leeren Händen: Rund sieben Millionen Euro wird der Bund in die personelle und technische Infrastruktur in Neustadt investieren. „Das ist ein sehr guter Tag für den Standort, die Zukunft ist ein bedeutendes Stück sicherer geworden“, sagte Schröder.

Etwa 2,5 Millionen Euro werden für den Umbau eines bestehenden Gebäudes veranschlagt, um dort weitere Unterkünfte einzurichten. Die gleiche Summe benötigt die Bundespolizei zudem für den Ausbau eines weiteren Gebäudes im Bereich des Maritimen Schulungs- und Trainingszentrums (Mast), damit dort ein rund zwei Millionen Euro teurer Einsatzschiff-Simulator eingebaut werden kann. Auch für letzteren gaben die Bundestagsabgeordneten gestern grünes Licht. Dieser wird in dem Gebäude etwa 300 Quadratmeter einnehmen und es ermöglichen, dass auch virtuelle Rundgänge auf den neuen Einsatzschiffen möglich sind.

Im Dezember 2018 soll das erste von drei neuen Schiffen von der Bundespolizei See übernommen werden. Bis dahin sollen in Neustadt alle Voraussetzungen geschaffen werden, das nötige Personal entsprechend auszubilden, sagte Bodo Kaping, Leiter der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt, gestern. Analog zur Aufstockung des Personals der gesamten Bundespolizei – bis 2020 soll es 7500 zusätzliche Stellen geben – ist auch in Neustadt ein Plus an Personal eingeplant: 20 Posten sicherten die Politiker der Bundespolizei See gestern für den Bereich des Mast zu. Zusammen mit den bisherigen 37 Beamten des Lehrpersonals stehen somit bald rund
60 Stellen im Bereich der Ausbildung zur Verfügung. Die Schulungen erhalten vor allem vor dem Hintergrund der Bekämpfung der Schleuserkriminalität im Rahmen von Einsätzen von Frontex, der Europäischen Agentur für die Grenz- und Küstenwache, im Mittelmeer eine immer größere Bedeutung, so Kaping.

Der Grundstein für das Maritime Schulungs- und Trainingszentrum (Mast) war bereits am 5. September 2005 gelegt worden. Stand anfangs noch die Funkausbildung und Schadensbekämpfung an Bord der Einsatzschiffe der Bundespolizei im Vordergrund der Aus- und Fortbildung, so hat sich das Mast im Laufe der Jahre zu einem national und international gut vernetzten Fortbildungszentrum entwickelt. Seit 2008 nimmt auch der Zoll an der Fortbildung beim Mast teil. Insofern finanziert auch der Zoll den Bau von 25 weiteren Unterkunftsplätzen.

Insgesamt könne Neustadt nun „zum einzigen Maritimen Ausbildungszentrum mit internationalem Anspruch wachsen“, sagte Norbert Brackmann. Denn angedacht ist auch, dass Polizisten anderer Nationen in Neustadt ausgebildet werden. „Das kann uns internationale Reputation einbringen“, hofft Brackmann.

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