Mildes Urteil nach Falschverdächtigung

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26. Juli 2017, 14:59 Uhr

Zu einer Geldstrafe, ausgesetzt zur Bewährung, wurde gestern eine 35-Jährige aus Syrien vom Eutiner Amtsgericht wegen falscher Verdächtigung verurteilt. Im vergangenen Jahr hatte die Frau eine Dolmetscherin beschuldigt, bewusst falsch übersetzt zu haben. Einige Monate zuvor hatte die 35-Jährige ihren Ehemann wegen mehrerer Sexualdelikte angezeigt, dabei nahm sie die Hilfe einer Dolmetscherin in Anspruch. Zu dieser Zeit lebte die Syrerin von ihrem Ehemann getrennt. Später zog sie die Anzeige zurück. Bei einer Sorgerechts-Verhandlung im Familiengericht bestritt die Angeklagte, die Vorwürfe gegen ihren Mann erhoben zu haben. Die Dolmetscherin habe sich „die Sexualdelikte ausgedacht“. Die Verteidigung wies auf „erhebliche familiäre Probleme“ der 35-Jährigen hin, die geständig war. „Ohne das Geständnis hätte ich eine Freiheitsstrafe gefordert“, machte Staatsanwältin Magdalena Salska klar. So einigten die Parteien sich auf folgendes Urteil: die 700 Euro Geldstrafe
wird zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt.

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