Erneut einstimmig gewählt : Michaelsen seit 30 Jahren Vorsitzender

Hans-Joachim Michaelsen und Dr. Hubertus Hiller (l.) bedankten sich mit einem Präsentkorb bei Renate Schäfer für 25 Jahre Arbeit als Museumspädagogin in Schönwalde.  Foto: dob
Hans-Joachim Michaelsen und Dr. Hubertus Hiller (l.) bedankten sich mit einem Präsentkorb bei Renate Schäfer für 25 Jahre Arbeit als Museumspädagogin in Schönwalde. Foto: dob

Förderverein Dorfmuseum Schönwalde hat seit Gründung gleichen Vorsitzenden

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20. April 2013, 09:14 Uhr

Schönwalde | Vor genau 30 Jahren wurde der Förderverein Dorfmuseum Schönwalde gegründet. Seit Gründung im Jahr 1983 ist Hans-Joachim Michaelsen Vorsitzender und wird es für weitere vier Jahre sein. Einstimmig wählten ihn die Mitglieder am Mittwoch wieder. Gleiches gilt für den Kassenführer Birger Ziesemer und die Beisitzer Andrea Kietzmann, Daniel Hürtgen und Wilhelm Diestel. Museumspädagogin Renate Schäfer verabschiedete Michaelsen nach 25 Jahren. Sie bleibt aber weiterhin die Sprecherin der Museumsbetreuer.

Der Rückzug der Museumspädagogin und die damit verbundene Aufgabe der Nachfolgeregelung hatte Michaelsen dazu bewegt, trotz anders lautenden Ankündigungen erneut als Vorsitzender zur Verfügung zu stehen. Damit übernimmt der Sohn des Begründers des Heimatmuseums erneut Verantwortung für den Fortbestand der Sammlung in der alten Dorfschule. Von Mitte der 1930er Jahre bis 1970 war Hermann Michaelsen Lehrer an der Dorfschule. Der Heimat- und Sachunterricht an Hand von alten Dingen des täglichen Gebrauchs war die Leidenschaft des geschichtsinteressierten Lehrers. Mit Eröffnung der neuen Grund- und Hauptschule 1973 wanderte die heimatkundliche Sammlung in eines der freigewordenen Klassenzimmer. Seither ist die alte Dorfschulklasse ein Highlight für die Besucher, deren Zahl im vergangenen Jahr wieder leicht anstieg. 24 der 184 Mitglieder betreuten 2012 die 49 Öffnungstage. Hinzu kommt die Museumspädagogik, die 400 Besucher mehr als noch im Vorjahr anlockte.

Dies sei jedoch zu großen Teilen dem Engagement der Museumspädagogin Renate Schäfer zu verdanken, betonte Michaelsen. 1987 wurde sie erstmals für sieben Wochenstunden vom Kultusministerium vom Unterricht an der Friedrich-Hiller-Schule freigestellt. Nun sei es an der Zeit auch ein bisschen Zeit für sich zu haben, zitierte

Michaelsen die Neustädterin. Mit ihrer kontaktfreudigen Art und vielen Ideen auch außerhalb der Pädagogik habe sie maßgeblich zum Erfolg des Museums beigetragen. Rund 60 000 Schülern habe sie durch das "Museum zum Anfassen" geleitet, rechnete Michaelsen vor und

fügte hinzu: "Wir brauchen Dich einfach."

Nun gilt es für den Verein, die Museumspädagogik auf neue Füße zu stellen. Nathalie Bromberger und Klaus Schöfer standen Renate Schäfer zumindest in den letzten Jahren bereits hilfreich zur Seite.

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