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Ostholsteiner Anzeiger

22. Oktober 2017 | 03:53 Uhr

Mia Sophie kam rasend schnell

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Sarah Waschner aus Dazendorf kam mit starken Wehen nach einer 45-minütigen Autofahrt in die Klinik _ gerade noch rechtzeitig zur Geburt

shz.de von
erstellt am 28.Dez.2015 | 16:44 Uhr

Sarah Waschner (27) aus Dazendorf nahe Heiligenhafen ist glücklich: Ihre kleine Mia Sophie erblickte am 26. Dezember morgens mit 4270 Gramm und 56 Zentimetern Größe das Licht der Welt – „zum Glück in der Klinik“. Denn als die nun zweifache Mutter am zweiten Weihnachtsfeiertag morgens kurz nach sechs Uhr wach wurde, erschrak sie – „da hatte ich schon alle fünf Minuten Wehen“. Sie rief ihre beste Freundin an, die sie in die Klinik fahren sollte – und ihre Eltern, damit die auf ihre große Tochter Lara Marie aufpassen.

Sarah Waschner: „Ich hab zu meiner Freundin nur gesagt, sie soll fahren, ich bezahl’ auch die Blitzerrechnung. Aber zum Glück hat alles geklappt.“ Auch ohne teure Fotos.

Kurz vor acht Uhr fuhren sie auf den Parkplatz der Sana-Klinik. „Als ich um Schmerzmittel gebeten habe, sagten mir die Ärzte im Kreißsaal nur: ‚Bis die wirken, ist das Kind schon da‘. Und so war’s ja auch – komplett natürlich.“ Sie lacht. Um 8.15 Uhr war ihre Tochter geboren.

Ihre große Tochter kommt täglich mit dem Opa von Dazendorf in die Eutiner Sana-Klinik gefahren. Sarah Waschner: „Sie ist eine tolle große Schwester, sagt mir immer, dass ich bloß vorsichtig mit der Fontanelle sein soll, weil da ja noch alles ganz weich ist. Echt niedlich.“ Zur Begrüßung brachte Lara Marie der kleinen Mia Sophie ein lila Plüschtier zum Kuscheln mit.

Eigentlich wollte sie gestern mit ihrem Kind nach Hause. Doch bei der zweiten Untersuchung wurde eine unzureichende Sauerstoffsättigung beim Baby festgestellt, sodass beide noch eine weitere Nacht in der Klinik zur Überwachung bleiben mussten. „Lieber einmal zu viel, als dann mit dem Notarzt wieder hierher zu müssen“, sagte Waschner. Mit ihrer Großen sei ihr das in der fünften Lebenswoche so gegangen. Doch damals seien die Wege zur Entbindung noch kürzer gewesen. „Meine Große habe ich noch in Oldenburg zur Welt gebracht und jetzt beim zweiten Mal macht man sich schon seine Gedanken, ob man das alles noch rechtzeitig schafft.“ Insgesamt sei sie aber beim zweiten Kind entspannter, das mütterliche Bauchgefühl sei sicherer, als beim ersten Kind, sagt sie. „Und sie ist wirklich pflegeleicht, schläft lang und macht sich nur bemerkbar, wenn sie Hunger hat.“

Während Sarah Waschner noch in Ruhe mit ihrer Familie Weihnachten gefeiert hat, kamen in der Eutiner Sana-Klinik vier Babys zur Welt, eines davon auf dem Weg von Putlos nach Eutin im Rettungswagen. Insgesamt wurden neun Babys geboren, die vermutlich alle den Jahreswechsel zu Hause mit ihren Eltern feiern können.

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