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Kurioses von der Autobahnpolizei : Kreis Segeberg: Tote Schweine, schwere Fracht

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Ein kurioser Freitagmorgen für die Segeberger Autobahnpolizei: Gleich zwei außergewöhnliche Fälle hielten die Beamten der Frühschicht auf Trab.

shz.de von
erstellt am 05.Sep.2014 | 15:11 Uhr

Schwissel/Trappenkamp | Der Freitagvormittag hatte es für zwei Beamte der Autobahnpolizei in sich: Bei Routinekontrollen ergaben sich gleich kurz hintereinander eher seltene Anblicke, heißt es in einer Polizeimitteilung.

Um kurz vor acht stoppten die Beamten einen Schweinetransporter bei Schwissel (Kreis Segeberg) für eine Routinekontrolle. Bei der Überprüfung der Tiere fielen sofort zwei tote Schweine auf dem vollbeladenen Transporter auf. Der 60-jährige Fahrer gab zu, dass die Schweine zuvor aus dem Transporter herausgefallen seien, als der Türmechanismus des Anhängers kurz versagte. Das Kreisveterinäramt wurde eingeschaltet. Dem Fahrer droht nun eine Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.

Gegen 9 Uhr kam es dann zum zweiten kuriosen Fall. Ein Holztransport aus Dänemark fiel den Beamten an einem Kreisverkehr bei Trappenkamp (Kreis Segeberg) auf – nicht allzu häufig fahren hier siebenachsige Sattelzüge. Im Hinblick auf das Ladegewicht überprüften die Beamten den Zug – denn das leere Fahrzeug wiegt bereits 24 Tonnen, somit ist das zulässige Gesamtgewicht von 40 Tonnen schnell erreicht. Die nächstgelegene Waage des Wege-Zweckverbandes bestätigte den anfänglichen Verdacht mit einem ERROR – sie ist bis 50 Tonnen ausgelegt. Laut Ladepapieren war der Sattelzug mit 36 Kubikmeter Holz beladen.

Das tatsächliche Gewicht ermittelten die Beamten schließlich Achse für Achse. Der Vorwurf: 57 Tonnen Gesamtgewicht und damit 42,9 Prozent Überladung. Der 47-jährige dänische Fahrer muss nun mit einem Bußgeld aufkommen, auch gegen die Firma in Dänemark wurde ein Verfahren eingleitet. Bevor der Däne seine Fahr fortsetzen durfte, musste er entsprechend abladen.

Allein im Kreis Segeberg gibt es jährlich etwa 70 Verfahren wegen überladenen Lkw. Erst am Dienstag zogen die Beamten einen 20 Prozent überladenen Holztransporter aus dem Verkehr – nichts Besonderes. Der heute festgestellte Wert ist ein extremer Ausreißer nach oben.

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