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Ostholsteiner Anzeiger

18. August 2017 | 05:48 Uhr

„Mein Vater gibt mir Sicherheit“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Interview mit Nachwuchs-Springreiter Jesse Luther, der zum Saisonfinale in Aachen um den Titel „Hallenchampion 2015“ mitreitet

Die besten Nachwuchs-Springreiter Deutschlands messen sich zurzeit beim Salut-Festival. Auf dem traditionsreichen Gelände in der Aachener Soers gehen die jungen Talente in vier Altersklassen an den Start und reiten um den Titel „Hallenchampion 2015“. Einer von ihnen ist Springreiter Jesse Luther (18), für den es in Aachen sogar um eine Titelverteidigung geht. Im Interview mit Laura Schwabbauer von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung spricht er über seine Ziele beim wichtigen Nachwuchsturnier, das für ihn den Abschluss einer erfolgreichen Saison bildet.

Das Salut-Festival im Dezember 2014 lief hervorragend für dich, mit deinem Wallach Tibro hast du den Titel „Hallenchampion“ in der Altersklasse der Junioren gewonnen. Was nimmst du dir für dieses Mal vor?

Jesse Luther: Mein Top-Pferd Tibro hat nach einer tollen Saison ein bisschen Pause, deshalb kommt er nicht mit nach Aachen, sondern ich reite den neunjährigen Wallach Quintero Grande. Ich halte ihn für ein Pferd mit sehr großer Perspektive, aber er ist noch nicht allzu lange bei uns. Deshalb will ich in Aachen einfach gute Runden drehen, es geht mir in erster Linie darum, dass das Pferd Erfahrung sammelt, nicht um die Titelverteidigung.

Was macht für dich das Besondere des Salut-Festivals aus, wieso nimmst du den weiten Weg nach Aachen in Kauf?
 Es ist ein tolles Gefühl, in Aachen zu reiten, auf dem CHIO-Gelände in der Soers, wo eben sonst nur die ganz Großen hin dürfen. Die Bedingungen sind hervorragend, das Starterfeld ist top, alles ist toll geschmückt und für ein Nachwuchsturnier sind dort relativ viele Zuschauer. Außerdem ist es schön, die Saison mit einer so besonderen Veranstaltung abzuschließen.

2015 lief sportlich gut für dich, unter anderem hast du die Silbermedaille bei den Deutschen Jugendmeisterschaften im September gewonnen. Wie fasst du das Jahr für dich zusammen?

Es gab Höhen und Tiefen. Der Jahresbeginn lief nicht so optimal, beim Preis der Besten im Mai hatte ich keinen guten Auftakt. Mit Tibro Silber bei der DJM zu gewinnen, war natürlich ein absoluter Höhepunkt. Außerdem war ich mit meinem Schimmel Clearwater in einem S-Springen auf Vier-Sterne-Niveau in Elmlohe platziert, für mich ein toller Erfolg. Ich war mit verschiedenen Pferden in S-Springen platziert und habe auch junge Pferde, die wir zuhause selbst ausbilden, auf Turnieren vorgestellt, das ist mir wichtig.

Gibt es einen Moment in der Saison 2015, der dir besonders wichtig ist?

Natürlich vergisst man einen Medaillen-Moment bei Deutschen Meisterschaften nicht. Aber mir sind besonders die Erlebnisse wichtig, wenn sich die Ausbildung der Pferde und die Arbeit mit ihnen zuhause auszahlen. Wenn ich mit einem jungen, vielleicht schwierigerem Pferd platziert bin und merke, dass ich mit dem Pferd auf dem richtigen Weg bin, kann auch eine Platzierung in einem M-Springen ganz bedeutend sein.

2016 ist dein erstes Jahr in der Altersklasse der Jungen Reiter. Was hast du dir vorgenommen, welche Stationen stehen an?

Ich würde natürlich gern an die Erfolge aus der vergangenen Saison anknüpfen, aber ich habe mir erstmal vorgenommen, beim Preis der Besten im Mai in Warendorf und bei den Deutschen Jugendmeisterschaften im August in Riesenbeck mitzureiten. Mehr habe ich noch nicht konkretisiert, das ist ja auch immer abhängig von den Pferden.

Welche Faktoren müssen für dich stimmen, damit es auf dem Turnier in Aachen erfolgreich läuft?

Mir ist wichtig, dass mein Vater dabei ist. Er ist mein Trainer, er gibt mir Sicherheit. Und eine gute Vorbereitung ist das A und O. Wenn die Pferde gut drauf sind, sich toll anfühlen und man weiß, dass man optimal vorbereitet ist, gibt einem das als Reiter auch noch mehr Sicherheit und Selbstvertrauen.

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erstellt am 04.Dez.2015 | 00:32 Uhr

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