Süsel : Meilenstein für ZVO-Breitband gesetzt

Bei Tagesanbruch wurde der 21 Tonnen schwere Verteilerkasten positioniert.
Bei Tagesanbruch wurde der 21 Tonnen schwere Verteilerkasten positioniert.

Die erste von sechs Verteilerstationen für ZVO-Breitband in Röbel ausgestellt.

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27. November 2018, 11:03 Uhr

Am Rand diverser Gemeindestraßen werden in diesen Tagen orangefarbene Leerrohre für Glasfaserkabel in der Erde verlegt. Neben diesen vielerorts sichtbaren Zeichen für den voranschreitenden bau eines Breitbandnetzes im Auftrag des Zweckverbandes Ostholstein (ZVO) wurde gestern Morgen kurz nach Sonnenaufgang am Ortsrand von Röbel ein Meilenstein gesetzt: Ein Kran hievte einen 21 Tonnen schweren Beton- und Stahlwürfel auf das Gelände der Klärteiche am Spetschenweg.

Dieser graue Kasten ist ein Point of Presence (Pop), eine Verteilstation. Es ist die erste von insgesamt sechs Stationen. Von Röbel aus werden, wie Torsten Hindenburg sagte, die Breitband-Kunden in den Gemeinden Süsel, Kasseedorf, Altenkrempe, Bosau und Sierksdorf versorgt. Ein Pop könne, so der Geschäftsbereichsleiter Breitband des ZVO weiter, an die 50 000 Haushalte versorgen. Bei der Standortwahl spiele aber der Radius eine Rolle, also die Entfernung zwischen Station und Kunden.

Die sechs Pops für das kommunale Breitbandnetz in Ostholstein, das der ZVO baut und das von der Kieler Firma TNG Stadtnetz GmbH vermarktet und betrieben wird, werden untereinander „verkabelt“. Eine überregionale Anbindung erfolgt über die Glasfasertrasse der Deutschen Bahn: So wird der Röbeler Pop am Bahnübergang Bockholter Baum an das überregionale Glasfasernetz angebunden. Außerdem wird, wie es es gestern weiter hieß, ein zweiter Pop mit dem überregionalen Netz verbunden, damit es bei Störungen eine Ersatzleitung gibt.

In dem Point of Presence erfolgt mit Routern und Switches die regionale Netzverteilung: Mittels Aktivtechnik werde dafür gesorgt, dass die verschiedenen Anbindungen der einzelnen Kunden stets mit den jeweils gebuchten Merkmalen (beispielsweise Bandbreite, Telefonie, und TV) hergestellt würden.

Bleibt die Frage, wann und wo die ersten Kunden der TNG einen betriebsbereiten Anschluss bekommen? Hindenburg: „Nächstes Jahr. Und wo? Das werden wir noch bekannt geben.“

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