zur Navigation springen

Erster Bürgerentscheid in Eutin : Mehrheit will Haus des Gastes erhalten

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

36,6 Prozent der Wahlberechtigten gaben ihre Stimme ab. 57,8 Prozent votierten gegen den Abriss.

Eutin | Die Initiatoren des ersten Bürgerentscheides der Stadt Eutin waren erfolgreich: Eine Mehrheit der Wähler stimmte gestern dafür, das Haus des Gastes an der Stadtbucht nicht abzureißen. Bei einer Wahlbeteiligung von 36,6 Prozent votierten 3088 Bürger (57,8 Prozent) für den Erhalt und 2251 (42,2 Prozent) für den Abriss.

Bei 13.717 Wahlberechtigten war eine Beteiligung von 2643 Stimmen (18 Prozent ) für eine Gültigkeit des Bürgerentscheides vorgegeben. Diese Hürde wurde locker genommen.

Eine klare Konsequenz dieser Abstimmung ist, dass der mehrheitlich von der Stadtvertretung getragene Beschluss zum Abriss des fast 50 Jahre alten Gebäudes mindestens zwei Jahre lang nicht vollzogen werden darf. Eckhard Ahrens, treibende Kraft zum Erhalt des Hauses, ist voller Hoffnung, dass die Verantwortlichen in der Politik nicht tatenlos bleiben und das Haus einfach weiter verfallen lassen. „Ich bin kein Freund eines zweiten Bürgerbegehrens“, betonte Ahrens gestern Abend kurz nach dem Bekanntwerden des Endergebnisses im städtischen Bauamt. Dabei spielte er auf die bereits in der Bürgerinitiative diskutierte Option an, dass die Stadt notfalls mit einer weiteren Abstimmung dazu gedrängt werden müsste, eine Sanierung des Hauses in die Wege zu leiten.

Eckhard Ahrens weiter: „Ich hoffe sehr, dass die Politik und die Bürger wieder zusammen kommen. Wenn die Stadt nichts macht und das Haus des Gastes hinter einem Zaun verstecken möchte, dann wird es frostig in Eutin. Dann wird die Stimmung der Bürger in Empörung umschlagen.“

Ahrens machte gestern Abend die Ankündigung wahr, den Namen des Sponsoren zu nennen, der bereit sei, „einen hohen fünfstelligen Betrag“ in die Sanierung des Hauses zu stecken: Kay Cornils aus Malente, der Eigentümer des „Bootshauses“, werde nach der Rückkehr aus dem Urlaub Mitte März auf die Stadt zugehen und Vorschläge machen. „Überlegungen gehen in Richtung Erneuerung der Sanitäranlagen, Erweiterung des gastronomischen Bereiches und Gestaltung der Außenanlagen.“

Er selbst werde auch Landeskonservator Dr. Michael Paarmann um beratende Hilfe bitten, sagte Ahrens weiter. Klar sei aber auch, dass die Stadt als Eigentümerin immer das letzte Wort und die Entscheidungsgewalt habe. Seite 3

zur Startseite

von
erstellt am 16.Feb.2015 | 08:52 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen