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Ostholsteiner Anzeiger

23. Oktober 2017 | 07:25 Uhr

Mehr Unfälle und Verkehrstote

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Auch im Kreis Plön nahmen im vergangenen Jahr die Unfälle zu / Polizei berichtet über zusammen fünf Unfallschwerpunkte

von
erstellt am 01.Apr.2015 | 18:29 Uhr

Rasen, Fehler beim Abbiegen und Vorfahrt missachten – so ereignen sich Unfälle. Nach mehrjährigem positiven Trend mit sinkenden Zahlen gab es im vergangenen Jahr wieder mehr Unfälle. Zudem machen der Polizei fünf Unfallschwerpunkte im Kreis Plön Sorgen.

3854 Unfälle registrierte die Polizei 2014 im Kreis Plön, ein Anstieg von 8,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Wildunfälle haben mit knapp 31 Prozent wie auch in den Vorjahren den zahlenmäßig größten Anteil an allen Unfällen im Kreisgebiet. Mitbeeinflusst wurde dies nach Ansicht von Stefan Kalinowski von der Verkehrspolizei in Kiel auch durch den monatelangen Ausfall der Wild-Warnanlage am Rastorfer Kreuz. Die Zahlen der verletzten Personen sank im Gegensatz zu 2013 um 3,1 Prozent. Sechs Menschen kamen im Straßenverkehr zu Tode.

Im Mai übersah ein 18-jähriger Radfahrer beim Überqueren der B 430 in Bönebüttel einen Pkw. In Kalübbe stieß ein 64 Jahre alter Kradfahrer mit einem Auto zusammen, dessen Fahrerin die Vorfahrt missachtete. Auf der B 430 in Höhe Dersau verlor ein 56 Jahre alter Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug. Ein 18 Jahre alter Fahrer geriet im April am Rastorfer Kreuz in den Gegenverkehr und kollidierte mit einem Lkw. Unweit dieser Unfallstelle verstarb im August ein 25-jähriger Beifahrer eines Pkw, als der Wagen liegen blieb und ein anderer auffuhr. In Schwentinental verstarb ein 20-Jähriger, der gegen einen Baum prallte.

„Damit kam es nach einem kontinuierlichen Abwärtstrend bei den tödlichen Verkehrsunfällen wieder zu einer Steigerung der Unfalltoten seit 2008“, so der Kieler Polizeichef Thomas Bauchrowitz. Die Zahl der Verletzten nahm dagegen um 21 Personen auf 667 Personen ab.

Insgesamt hat die Polizei die Geschwindigkeit von 117  114 Fahrzeugen gemessen. Knapp zwölf Prozent aller Fahrer waren dabei zu schnell. Priorität bei der Überwachung hat auch weiterhin die Bekämpfung von Alkohol- und Drogendelikten im Verkehr. Mit 42 ist die Zahl der Alkoholunfälle ebenso gleich geblieben wie die Zahl der Drogendelikte mit fünf. „Im Kreis sind eher weniger unter Alkoholeinfluss unterwegs als anderswo“, so Kalinowskis Fazit.
Fünf Unfallschwerpunkte wurden von der Polizei registriert. Insgesamt neun Unfälle ereigneten sich an der Kreuzung Dütschfeldredder/ B  202 in Raisdorf. Zwei weitere Schwerpunkte liegen
im Gewerbegebiet „Ostseepark“ in Schwentinental und einer in der Gemeinde Blekendorf. Wie schon im Vorjahr war auch die Kreuzung Lütjenburg Ost / B  202 ein Unfallschwerpunkt. Ein Unfallschwerpunkt wird von der Polizei so bezeichnet, wenn es dort mindestens drei gleichgeartete Unfälle gegeben hat.

„Mich macht die steigende Zahl der Verkehrstoten betroffen.“ Mit diesen Worten reagierte der Stellvertretende GdP-Landesvorsitzende Torsten Jäger auf die Verkehrsunfallstatistik 2014. Jäger forderte eine Abkehr von den Personalreduzierungen bei der Polizei, die auch in die Verkehrssicherheitsarbeit eingreifen. Statt abzubauen ist die Verkehrssicherheitsarbeit angesichts dieser Zahlen personell und materiell zu stärken.

 

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