Mehr Stunden für Eutins Schulsozialpädagogen

shz.de von
08. November 2018, 22:26 Uhr

Der Schulausschuss der Stadt Eutin beschloss einstimmig, dass das Christliche Jugenddorf (CJD), der Träger der Schulsozialarbeit an allen Schulen der Stadt, im nächsten Jahr 17 000 Euro mehr zur Verfügung hat, um intensiver an der schulübergreifenden Sozialarbeit zu wirken.

Bislang finde zwar hin und wieder ein Austausch statt zwischen den einzelnen Schulsozialpädagogen, „für ein intensives Arbeiten oder gemeinsame Projekte fehlte aber einfach die Zeit. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Einzelfallberatung“, macht Heike Junge, Schulsozialarbeiterin an der Wilhelm-Wisser-Gemeinschaftsschule, deutlich.

Seit 2014 wurde die Schulsozialarbeit in Eutin stetig ausgebaut. Nach Grund- und Gemeinschaftsschule sowie dem Förderzentrum verfügen mittlerweile auch beide Gymnasien über Schulsozialpädagogen. Für die Stadt Eutin bedeutet das, dass seit August 2018 an allen ihren sieben Schulstandorten Schulsozialarbeit geleistet wird. Das Christliche Jugenddorfwerk (CJD) ist der Träger der Schulsozialarbeit an allen Standorten. Daraus ergibt sich die Möglichkeit Kinder, Jugendliche und Eltern schulübergreifend begleiten zu können. „Da es keine Schulbindung und Empfehlung mehr gibt, stellen wir auch eine vermehrte Bewegung fest“, sagte Junge. Zukünftig werde es daher die Aufgabe sein, neben der Arbeit an der einzelnen Schule das schulübergreifende Netzwerk als zweite Säule weiterzuentwickeln. Die wechselnden Schüler, oft vom Gymnasium an die Gemeinschaftsschule, brauchten vermehrt Begleitung, da sie als Neulinge auf einen gewachsenen Klassenverband stoßen und in die neue Schule mit Erfahrungen des Scheiterns starten, weiß Junge.

Aktuell ist jedem Standort mindestens ein fester Schulsozialpädagoge zugeordnet. Durch engere Zusammenarbeit könne bei Bedarf aber auch ein Schulsozialpädagoge einer anderen Schule die Beratung übernehmen. Dies steigere die Qualität der Arbeit und könne vor allem sinnvoll sein, wenn geschlechtsspezifische Themen im Vordergrund stünden oder wenn es engere Verbindungen zu den Familien der Jugendlichen gebe.

Außerdem seien gemeinsame Präventionsprojekte, die aufeinander aufbauen, denkbar und sinnvoll. Mit dem Plus an 17 000 Euro könne der CJD zehn Stunden mehr Sozialarbeit an den Eutiner Schulen anbieten.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen