Dobersdorf : "Mehr Praxisnähe im Denkmalschutz"

Eine Verlagerung der Zuständigkeit von der Landesebene auf die unteren Denkmalschutzbehörden bei den Grünen lehnen die Grünen ab.

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19. September 2011, 11:18 Uhr

Dobersdorf | Das sagte die Landtagsabgeordnete Monika Heinold mit Blick auf die geplante Reform des Denkmalschutzgesetzes. Zugleich setzte sie sich aber für pragmatisches Vorgehen beim Denkmalschutz ein.

Heinold äußerte sich nach einem Besuch der Güter Dobersdorf und Rixdorf im Kreis Plön. Die Politikerin erkundigte sich bei den Betroffenen vor allem über die aus grüner Sicht kritischen Punkte der vorliegenden Gesetzesnovelle. Einhellige Meinung sei, dass für den Erhalt der denkmalgeschützten Gebäude auch heutzutage darin gelebt und gewirtschaftet werden könne. Heinold: "Wenn ein Gebäude nicht mehr nutzbar ist, wird es kaum jemand aus Idealismus erhalten, sondern eher dem Verfall preisgeben."

Dass der Erhalt alter Gebäude teuer ist, rechnete Gutsbesitzer Christian von Burgsdorff in Dobersdorf vor: "Die weißen Fugen sind aus Muschelkalk. Dieser ist im Einkauf sehr viel teurer als konventionelle Fugenmasse." Heinold versprach, eine zentrale Beschaffung spezifischer Baumaterialien für denkmalgeschützte Gebäude durch das Land prüfen zu lassen.

Die Grundlage einer guten Zusammenarbeit in Denkmalschutzfragen sei Vertrauen. "Es macht wenig Sinn, dass Eigentümer bei jedem Anstrich der Fenster erst auf eine Genehmigung warten müssen", sagte Heinold

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