Mehr junge Komasäufer im Kreis

Komasaufen ist nach wie vor ein großes Problem bei Jugendlichen.
Komasaufen ist nach wie vor ein großes Problem bei Jugendlichen.

2016 landeten 55 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus – ein Anstieg um 57 Prozent

shz.de von
24. Januar 2018, 16:51 Uhr

Die Zahl alkoholbedingter Klinikaufenthalte von Kindern und Jugendlichen ist im Kreis Ostholstein gestiegen. Das Rauschtrinken bei Schülern bleibt somit weiter ein Problem. Nach Informationen der DAK-Gesundheit landeten im Jahr 2016 insgesamt 55 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Nach bislang unveröffentlichten Zahlen des Statistischen Landesamtes in Schleswig-Holstein stieg die Zahl der Betroffenen im Vergleich zu 2015 um 57 Prozent.

Besonderen Anlass zur Sorge bereitet Experten der Alkoholmissbrauch bei den jüngeren Mädchen und Jungen. In der Altersgruppe der Zehn- bis 15-Jährigen mussten in der Region vier Kinder in einer Klinik behandelt werden.

„Viele Jugendliche überschätzen sich und glauben Alkohol gehört zum Feiern und Spaß haben dazu“, sagt Nils Junker von der DAK-Gesundheit in Eutin. „Eine regionale Alkoholprävention ohne erhobenen Zeigefinger bleibt für uns unverzichtbar, um Kindern und Jugendlichen die Gefahren von Alkoholmissbrauch aufzuzeigen. Solche wichtigen Gesundheitsthemen sollten in den Schulalltag einfließen.“

Zur Aufklärung setzt die Krankenkasse auch in diesem Jahr die Kampagne „bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ im Kreis Ostholstein fort. Beim bundesweiten Wettbewerb werden Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren aufgerufen, mit Plakaten kreative Botschaften gegen das Rauschtrinken zu entwickeln. Auch die Schulen in der Region wurden angeschrieben und zur Teilnahme eingeladen.

Landesschirmherr von „bunt statt blau“ ist Dr. Heiner Garg – Gesundheitsminister Schleswig-Holsteins. An der mehrfach ausgezeichneten Präventionskampagne gegen Alkoholmissbrauch nahmen seit dem Jahr 2010 mehr als 87 000 junge Künstler teil.

Weitere Informationen über die Aktion erhalten Interessierte im Internet unter der Adresse www. dak.de/buntstattblau.

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