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Ostholsteiner Anzeiger

20. August 2017 | 21:44 Uhr

Mehr Geld für Kitas vom Kreis

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

SPD, Grüne und FWG wollen 700 000 Euro als neue Kreisförderung

Die Kooperation aus SPD, Grünen und FWG im Plöner Kreistag will die Kita-Förderung deutlich erhöhen. „Angesichts der enormen Kostensteigerung im Bereich der Kita-Betreuung ist es dringend erforderlich, Kommunen und Eltern zu entlasten“, sagten die Fraktionsvorsitzenden Lutz Schlünsen, Axel Hilker und Bettina Hansen. Sie planten, die jährliche Betriebskostenförderung des Kreises für die Kitas und die Tagespflege zu erhöhen.

Lutz Schlünsen rechnet vor, dass die Gesamtkosten der Kinderbetreuungseinrichtungen im Kreis Plön von 2011 bis Ende 2014 von rund 21,7 auf rund 29,5 Millionen Euro gestiegen seien – eine Kostensteigerung von rund 7,8 Millionen Euro oder 36 Prozent in nur drei Jahren.

Die Gemeinden haben dabei die Hauptlast zu schultern. Diese Entwicklung sei für die Kooperationspartner Anlass gewesen, die Betriebskostendeckelung zu überprüfen. Ziel sei eine Entlastung von Kommunen und Eltern. „Daher soll die Kreisförderung für die Kitas in diesem Jahr um 200  000 Euro und im nächsten Jahr um 450  000 Euro erhöht werden“, heißt es weiter. Mit zusätzlichen 50  000 Euro jährlich für die Tagespflege solle die Urlaubs- und Krankheitsvertretung der Tagesmütter verbessert werden.

„Die derzeitige Haushaltslage eröffnet uns wieder Spielräume“, sagte Axel Hilker, Fraktionsvorsitzender der Grünen. Die Finanzierung der Mehrausgaben solle zunächst aus außerplanmäßigen Mehreinnahmen erfolgen, die der Kreis zur Verwendung für kreiseigene Zwecke in einer Größenordnung von 117  500 Euro vom Land erhalte. Außerdem, so Hilker, stehen als Deckungsmittel Mehreinnahmen von 2,2 Millionen Euro aus dem kommunalen Finanzausgleich zur Verfügung. 2017 werde die erhöhte Förderung auch aus Umschichtungen und strukturellen Einsparungen kompensiert, um die Konsolidierungsvereinbarungen nicht zu gefährden.

Ob die höhere Förderung auch 2018 fortgeführt werden kann, soll im Rahmen der Finanzplanung zum Haushalt 2017 entschieden werden. Hilker: „Es gibt Anzeichen, dass sich die Haushaltsbelastung durch die Flüchtlingsproblematik abmildern wird und wir wieder einen ausgeglichenen Haushalt erreichen könnten.“

„Insbesondere Alleinerziehende, die berufstätig sind oder die Bezieher niedriger Einkommen, die nicht von der Sozialstaffel erfasst werden, dürfen nicht übermäßig und unverhältnismäßig belastet oder gar gezwungen werden, ihr Kind abzumelden oder gar nicht erst anzumelden“, sagte Bettina Hansen (FWG).

 

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erstellt am 10.Apr.2016 | 11:31 Uhr

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