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Ostholsteiner Anzeiger

16. August 2017 | 22:04 Uhr

Mehr als nur „Erste Hilfe“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Jugendrotkreuz ermittelt unter 200 Mannschaften den Landesbesten / Lütjenburg lobt Preisgeld für die Sieger-Gruppen aus

An Enthusiasmus fehlte es den Jugendlichen nicht. Ganz im Gegenteil. Gut 200 Teilnehmer, mehr denn je, hatten sich für den Landeswettbewerb des Jugendrotkreuzes am Wochenende in Lütjenburg gemeldet. Sie kamen aus ganz Schleswig-Holstein um am Wettbewerbsparcours rund um das Lütjenburger Stadtfest teilzunehmen. 14 Jugendgruppen traten zu diesem Wettbewerb ab – elf Gruppen in der Altersstaffel 13 bis 16 Jahre und drei im Alter von 17 bis 27 Jahren.

„Angeregt vom DRK Ostholstein ist es bereits das zweite Mal, dass beide Gruppen gemeinsam mit entsprechenden altersgerechten Aufgaben zusammen bei einem Wettbewerb antreten, und es hat sich bewährt“, erläutert Hermann Mühlen vom Organisationsteam des DRK. Ziel des Wettbewerbs war es, den Landesbesten zu ermitteln. Sieger in der Altersgruppe 13 bis 16 Jahre wurde Bad Oldesloe, bei den 17- bis 27-Jährigen war es Itzehoe. Aus dem Kreis Ostholstein selbst kamen zwei Gruppen aus Malente und Stockelsdorf. Zusätzlich erhielten die Sieger eine Prämie von je 100 Euro, die die Stadt Lütjenburg gestiftet hat. Bürgermeister Dirk Sohn kündigte gleichzeitig an, bei künftigen Wettbewerben den ersten drei Plätzen Prämien von 100 und je 50 Euro zukommen zu lassen.

An zwölf Stationen in den Straßen rund um das Stadtfest am Markt mussten sich die Jugendlichen ihren Aufgaben stellen. Was viele Sonnabend-Shopper und Besucher des Lütjenburger Stadtfestes sicherlich auf den ersten Blick verwunderte und an vielleicht einen ernsten Zwischenfall denken ließ, waren natürlich zunächst sehr realistischen Aufgaben in der ersten Hilfe, wo „Verletzte“ versorgt werden mussten. Vor der Katholischen Kirche lag eine Person am Boden in stabiler Seitenlage, eine andere hatte eine zu versorgende schwere Kopfverletzung. „Das sind Situationen, auf die unsere Mitglieder immer wieder stoßen können“, erläutert Hermann Mühlen das Szenario.

Dennoch, die Bandbreite der Aufgaben ist groß und vielfältig. An anderen Stationen, wie am Gildenplatz, ging es um Verkehrsschilder und die Fahrradsicherheit, auch Fragen der Ernährung. „Oder beim Thema Klima um die Mülltrennung, bei der Gesundheit um Kreislaufprobleme, wie erkenne und wie behandle ich sie in einer ersten Maßnahme.“ Und nicht zuletzt war ein Thema die politische Bildung mit dem Schwerpunkt Wahlen – in der Jugendgruppe, in der Schule und auch in der Politik. „Bemerkenswerterweise hat gerade dieses Thema viele Jugendliche sehr interessiert“, so Mühlen.

Das Jugendrotkreuz ist der Jugendverband des Deutschen Roten Kreuzes und damit der Nachwuchs. Er setzt sich auch ein für soziales Engagement und gesellschaftliche Mitverantwortung ein. Derzeit sind laut Mühlen rund 3400 Jugendliche bei Jugendrotkreuz engagiert.




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