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Mehr als 200 Heimkinder kämpfen um den Meistertitel

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 22.Mai.2017 | 00:51 Uhr

Ein buntes Treiben herrschte am Sonnabend im Uwe-Seeler-Park. Über 200 Kinder- und Jugendliche aus 14 Mannschaften aus dem gesamten Bundesgebiet ermittelten ihren Meister. Das Besondere: Bei den Teilnehmern handelte es sich ausschließlich um Fußballer, die von der Kinder- und Jugendhilfe betreut werden, also Heimkinder im Alter bis zu 17 Jahren.

Es war erst die zweite Deutsche Fußballmeisterschaft der Kinder- und Jugendhilfe. Diesmal begrüßten die Organisatoren Mannschaften aus dem Saarland, Bayern, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Brandenburg, Berlin und Schleswig-Holstein. Diese Meisterschaft hatte Mathias Kaiser vom Kinder- und Jugendhaus St. Josef in Bad Oldesloe ins Leben gerufen. In Zusammenarbeit mit dem Schleswig-Holsteinischen Fußballverband und dem polnischen Veranstalter der Weltmeisterschaft für Heimkinder „Hope for Mundial“ entstand das Turnier in Malente, dass zugleich als Sichtung für die Nationalmannschaft dient, die am 15. und 16. Juli die deutschen Farben bei der WM vertritt. An dieser Weltmeisterschaft nehmen Heimkinder aus rund 30 Nationen teil.

Entsprechend ehrgeizig und engagiert gingen die Spielerinnen und Spieler zu Werke, wobei die Grenzen der Fairness nicht überschritten wurden. „Das ist uns Veranstaltern besonders wichtig, denn die Kinder haben ja alle einen bestimmten sozialen Hintergrund“, sagte Mathias Kaiser. Der Sport solle verbinden und das Turnier auch dazu dienen, neue Kontakte und Freundschaften zu knüpfen. „Es geht hier darum, Menschen aus schwierigen Situationen zusammen zu bringen, die einen tollen Tag erleben. So wollen wir positive Erlebnisse schaffen“, sagte Kaiser.

Die Veranstaltung für sozialschwache und benachteiligte Kinder und Jugendliche, darunter auch viele mit Migrationshintergrund, wird von Spenden und von ehrenamtlich engagierten Menschen getragen. So hat die Bundesliga-Stiftung die Schirmherrschaft übernommen und einen namhaften Betrag zur Verfügung gestellt. Kaiser lobte die Bedingungen und die Zusammenarbeit mit dem Uwe-Seeler-Park. „Der SHFV ist uns sehr entgegen gekommen und unterstützt unser Vorhaben großartig. Wir sind hier nett aufgenommen worden und werden gut verpflegt“, berichtete Martin Kaiser. Die Nächte verbrachten die mehr als 200 Teilnehmer in umliegenden Jugendherbergen.






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