Eutin : Mehr als 100 Kinder beim Flohmarkt

Juliet (v.l.) kam mit ihrer Mutter und ihrem Bruder zum Verkaufen auf den Marktplatz.
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Juliet (v.l.) kam mit ihrer Mutter und ihrem Bruder zum Verkaufen auf den Marktplatz.

Vom rasenden Falken bis Piratenschiff, von Conny-CD bis Pixi-Buch: Zahlreiche junge Verkäufer boten ihre Schätze auf dem Marktplatz an.

shz.de von
10. Juli 2018, 00:09 Uhr

Für den traditionellen Kinderflohmarkt am ersten Ferientag räumten die jungen Standbetreiber gern ihre Zimmer auf und kramten sogar den ein oder anderen nicht mehr bespielten Schatz aus Kisten in Kellern und Dachböden. Unter den etwa 110 Kindern an 80 Ständen – „so viele wie lange nicht“, freute sich Johanna Wester vom Jugendamt – gab es Experten und Anfänger. Einige kamen mit den Eltern, andere mit den Großeltern – manch größerer „Profi“ ließ sich nur fahren.

Lasse Schröder (13) war mit seinem Freund extra früh aufgestanden, um nebeneinander auf dem Eutiner Marktplatz aufbauen zu können. Er bot Playmobil-Piratenschiffe, Lego und seine geliebten, aber zu klein gewordenen Fußballschuhe an, mit denen er bei Eutin 08 aufgelaufen war. Wenn er genug zusammen bekomme, würde er sich dafür gern das neue Fifa-Spiel kaufen, sagte er.

Nicht weit weg davon versuchte der elfjährige Jonas seine Skylander (Figuren für ein Internet-Video-Spiel) an den Mann oder die Frau zu bringen – Papa im Hintergrund. „Ich hab das mal wirklich gern gespielt, aber die Zeit ist vorbei“, sagt er. Mit den Einnahmen würde er sich gern ein neues Tablet kaufen – das alte ist kaputt. Die achtjährige Svea aus Ahrensbök kam zum ersten Mal als Verkäuferin mit ihrer Oma und hatte die typischen Anfängerprobleme – die Trennung von liebgewordenen Spielen. „Das Filly-Spiel werde ich wieder mit nach Hause nehmen, das verkauf ich dann im nächsten Jahr“, sagte sie und freute sich über die Einnahmen für die Pixi-Bücher, wovon sie reichlich hatte.

Juliet (8) war gemeinsam mit ihrer Mutter Silvia und ihrem Bruder Louis (11) zum Verkaufen gekommen: Von Schultüten über Anna-und-Elsa-Zubehör bis hin zu Plüschtieren und einem zu klein gewordenen Fahrradhelm hatte sie zusammengesucht. Ihr Bruder hatte, wie einige Jungs, ihre Fußballsammelkarten – in mehrfacher Ausführung – neben den sonstigen Kinderzimmerschätzen ausgebreitet. „Ich habe die einfachen und die glitzernden doppelt. Als Fan sammel ich die einfach gern und hebe mir das auch auf“, sagte Louis. Die beiden wollen sparen, konkrete Wünsche gebe es noch nicht. „Vielleicht Eis kaufen“, sagte Louis.

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