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Ostholsteiner Anzeiger

15. Dezember 2017 | 15:37 Uhr

Medaille knapp verfehlt

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Volker Sieber wird bei den deutschen Meisterschaften der Bogensportler bei den Senioren Vierter

Bei den deutschen Meisterschaften der Bogensportler im bayrischen Olching schrammte Volker Sieber vom Griebeler SV in der Seniorenklasse ganz knapp an einer Medaille vorbei. Nach zweimal 36 Pfeilen verpasste der 63-Jährige bei Ringgleichheit mit dem Drittplatzierten als Vierter die ersehnte Medaille. Der Hagener Manfred Wybieralski war mit 11:9 Zehnen im direkten Duell der Glücklichere. Am Sonntag um 12 Uhr hatte er noch mit dem Titelgewinner Norbert Franz aus Bayern gleichauf gelegen.

Sieber hatte als Landesmeister 612 Ringe geschossen. Zur Halbzeit des Programms auf 70 Meter Distanz lag der Griebeler mit 304 Zählern hinter dem Kirchdorfer Ewald Schmidhuber (306) und vor Franz und Wybieralski (je 303) auf dem zweiten Platz. In der zweiten Runde mit 36 Schüssen lagen die Konkurrenten bei zweimal 453 und einmal 452 Ringen weiter dicht beieinander. „Ich habe mein Programm geschossen, hatte mit wechselnden Lichtverhältnissen genug zu tun. Da bekommt man die Leistungen der anderen Schützen nicht mit“, beschreibt Volker Sieber seine Sicht. In der vierten Passe schwächelte er mit 44 Ringen, vorher hatte er 50 und mehr Ringe erzielt.

Edelmetall war in weite Ferne gerückt. Norbert Franz aus Neumarkt war uneinholbar in Richtung 603 Ringe enteilt, auf den Silberrang hatte sich mit 600 der Biberacher Günter Schilling vorgeschoben. Mit 50 Ringen kam Sieber nach 304 und 293 insgesamt auf 597 Zähler und griff nach Bronze. Auch Manfred Wybieralski hatte 597 Ringe abgeliefert. „Ich hatte mir vorgenommen, mehr als 600 Ringe zu schießen“,
sagte Sportsmann Sieber
und gratulierte seinem Gegner.

Am Vortag hatte er den 16 Jahre alten Griebeler Bogensportler Bengt-Ole Bracke in der Jugendklasse bei dessen zweiten Auftritt betreut. Der amtierende Landesmeister (623 Ringe) kam mit 305 langsam in Fahrt, legte aber noch 319 für 624 Ringe dazu. So zog Bengt-Ole Bracke als 18. ins Finale ein. Sein Gegner in der ersten Finalrunde war Jennis Kramer aus Heiligenfelde, der mit 629 Ringen weitergekommen war. „Jeder schießt mindestens dreimal drei Pfeile, wer zuerst sechs Punkte hat, kommt eine Runde weiter“, schildert Bracke die Regel. Er schied mit 4:6 aus, belegte Platz 17 unter 68 Teilnehmern.

Für den TSV Dörfergemeinschaft Holsteinische Schweiz erreichte in der Schützenklasse Dennis Baldin mit 617 Ringen die Runde der besten 32. So musste er gegen Thomas Hasenfuß aus Seehausen ran, der 654 Ringe geschossen hatte. Baldins Betreuer Patrick Gruhlke schaute zu: „Nach drei Durchgängen stand es Unentschieden, da sah ich bei Hasenfuß schon ein leichtes Zittern. Am Ende hat er aber mit 7:3 gewonnen.“ In der Endabrechnung landet Dennis Baldin auf Rang 17: „Dafür haben sich die Mühen und die Fahrt gelohnt.“

Die 16jährige Pia Strzysewski vom TSV Dörfergemeinschaft hatte sich in der Jugend als letzte zugelassene Bogenschützin unter 24 Starterinnen qualifiziert. Sie hatte bei den Landesmeisterschaften 544 Ringe erreicht, jetzt schoss sie 535. „257 Ringe zur Hälfte waren zu wenig, über die folgenden 278 bin ich glücklich“, beurteilt sie ihre Leistung.

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