Max-Planck-Institut plant Vergrößerung

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12. Februar 2018, 20:53 Uhr

Das Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie platzt aus allen Nähten. So sehr, dass im kommenden Jahr eine Erweiterung nötig ist. Das sagte der Geschäftsführende Direktor, Prof. Dr. Arne Traulsen, am Montagabend vor dem städtischen Hauptausschuss. Der hatte diesmal seine Tagung im Max-Planck-Institut abgehalten.

„Wir haben hier zu wenig Platz, Labore können mittelfristig nicht mehr genutzt werden, der Platz für Workshops ist zu klein“, brachte es Traulsen auf den Punkt. Auch der Büroplatz reiche nicht aus. Im Institut seien aktuell 160 Mitarbeiter aus 27 Nationen beschäftigt – 65 Prozent Deutsche, 14 Prozent Europäer und 21 Prozent aus dem Ausland. Der Standort Plön, der ein jährliches Budget von rund 10 Millionen Euro zuzüglich Gelder für Projekte und Drittmittel hat, werde weltweit immer sichtbarer.

Zur Erweiterung des Max-Planck-Institutes sei bereits ein gegenüber liegendes Grundstück gekauft worden. Das solle als künftige Parkfläche dienen, so Traulsen. Auf dem aktuellen Parkplatz solle ein neues Laborgebäude entstehen. Es werde an einer Gesamtlösung gearbeitet. „Das Geld für die Erweiterung des MPI in Plön steht schon bereit“, sagte Traulsen. Jetzt müssten nur noch die Gremien aus der Max-Planck-Organisation darüber beraten.

Überwiegend finanziert sich auch das Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön aus Steuermitteln. Deshalb wird sich das Institut künftig auch noch mehr öffnen. Zu den bereits angebotenen Abendvorträgen komme am 14. September ein „Tag der offenen Tür“ hinzu.

Stefan Plischka, der Vorsitzende des Hauptausschusses, sah in dem Vortrag von Prof. Dr. Traulsen einen guten Einstieg für die künftige Zusammenarbeit. In der Diskussion wurden Patenschaften von Plönern zu Wissenschaftlern angedacht. Aber auch in den Plöner Kitas müsse kurzfristig Platz für die Kinder der Wissenschaftler geschaffen werden, was durch die Kita der JUH am Schiffsthal erfolgen wird, freute sich Bürgermeister Lars Winter. Arne Traulsen beklagte sich, dass die Qualität der Mietwohnung in Plön leider nicht sehr gut ist.

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