Interimsbau wird von Mitarbeitern bezogen : Max-Planck-Insitut investiert rund 20 Millionen Euro in Plön

Vier Wochen später als geplant weihten der geschäftsführende Direktor Professor Diethard Tautz (links) , Baukoordinator Dennis Dieckmann (Mitte) und Workshop-Koordinatorin Maren Lehmann mit der übrigen Belegschaft den Interimsbau ein.
Vier Wochen später als geplant weihten der geschäftsführende Direktor Professor Diethard Tautz (links) , Baukoordinator Dennis Dieckmann (Mitte) und Workshop-Koordinatorin Maren Lehmann mit der übrigen Belegschaft den Interimsbau ein.

512 Quadratmeter misst der Bau, der aus Modulen aus österreichischer Produktion, Fichtenholz, Rigips und Glas besteht.

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15. September 2020, 15:16 Uhr

Plön | Vier Wochen später als geplant hat die 165-köpfige Belegschaft des Plöner Max-Planck-Instituts (MPI) für Evolutionsbiologie den Interimsbau in der August-Thienemann-Straße in Betrieb genommen. Für vier bis fünf Jahre beherbergt der Holzständerbau eine Cafeteria und einen Mehrzwecksaal sowie drei Büros für eine Forschungsgruppe und einen Besprechungsraum für kleine Workshops. Solange sollen die Arbeiten für die Erweiterung des Altbaus mit Laboren, Büros und Seminarraum dauern. Dann wird der Interimsbau abgerissen und weicht einer Parkfläche für die Fahrzeuge der Bediensteten.

Der Seminarraum fasst rund 60 Stühle. Die Rigips-Wand ist mit Fichtenholz verkleidet. Die Holzdecke ist 30 Zentimeter stark.
Orly Röhlk
Der Seminarraum fasst rund 60 Stühle. Die Rigips-Wand ist mit Fichtenholz verkleidet. Die Holzdecke ist 30 Zentimeter stark.
 

Das erklärte der geschäftsführende Direktor, Professor Diethard Tautz, bei der Vorstellung der provisorischen Lösung mit Baukoordinator Dennis Dieckmann und Workshop-Koordinatorin Maren Lehmann. Es sei Vorgabe in der Baugenehmigung gewesen, dass das Gebäude nach Fertigstellung des Neubaus wieder abgerissen werde. Der Interimsbau gelte als „kleines Bauvorhaben“ und koste bis zu zwei Millionen Euro einschließlich Abriss und Endausbau für die Parkplätze. Miete oder Kauf von Containern wären wesentlich teurer geworden, sagte Lehmann. Knapp 512 Quadratmeter misst der Bau, der aus Modulen aus österreichischer Produktion, Fichtenholz, Rigips und Glas besteht. Das Gestühl sei komplett mit umgezogen wie auch die Küche und die Tafel im Seminarraum. Im vergangenen Jahr kaufte das MPI das Grundstück von Privat.

Die Entwürfe stammen aus der Feder eines Architekten aus dem norddeutschen Raum

Mit dem Start der Abrissarbeiten des alten Garagentraktes sowie der Bibliothek und des bisherigen Seminarraums rechnen Tautz und Dieckmann für das erste Quartal 2021. Ende diesen Jahres sollten die Planungen und Entscheidungen für den barrierefreien dreigeschossigen Neubau abgeschlossen sein. Das letzte Wort hat allerdings die gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) der Bundesländer, die für einen einheitlichen Standard von Umbauten in Bundesinstituten sorgt. Die Entwürfe stammen aus der Feder eines Architekten aus dem norddeutschen Raum, der sich an einem Vergabeverfahren der Max-Planck-Gesellschaft München beteiligt hatte. Veranschlagt sind rund 20 Millionen Euro.

Die Küche zog aus dem Altbau des Max-Planck-Instituts mit um in das Interimsgebäude.
Orly Röhlk
Die Küche zog aus dem Altbau des Max-Planck-Instituts mit um in das Interimsgebäude.
 

Wie berichtet, war es im Plöner Altbau aus der 60er-Jahren längst zu eng geworden. Die Instituts-Labore genügten nicht mehr modernen Standards und dürften nur noch mit Ausnahmegenehmigung betrieben werden, hieß es im Frühjahr. Es fehlten Büros für rund 40 Mitarbeiter. Der Mitarbeiterstamm ist auf 200 Leute angewachsen, von denen Dutzende in 30 Büros in einem roten Gebäude an der Rautenbergstraße untergekommen sind. Dort bringt das MPI in Gästewohnungen auch Wissenschaftler unter, die eine Bleibe suchen.

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