Matschiger Markt in Neukirchen

Obwohl sie kein Gedicht aufsagen konnte, bekam Elisabeth Beerbaum vom Heiligen Nikolaus eine kleine Belohnung.
Obwohl sie kein Gedicht aufsagen konnte, bekam Elisabeth Beerbaum vom Heiligen Nikolaus eine kleine Belohnung.

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30. November 2015, 00:32 Uhr

Positives Denken bewies Gerd Fritzke, Vorsitzender des Neukirchener Verschönerungsvereins, gestern beim Weihnachtsmarkt rund um die Kirche: „Es hätte schlimmer kommen können“ stellte er mit Blick auf den vom Regen in einer Matschlandschaft verwandelte Fläche fest. Fritzke: „Die Spitze fehlt bei dem Wetter natürlich. Aber unser Stammpublikum lässt uns nicht im Stich.“ Und auch bei wenigen Besuchern sei die Erbsensuppe schnell ausverkauft gewesen.

Maren Krikau stand der Sinn allerdings mehr nach einem Becher Glühwein oder einer Tasse Tee. „Der Markt ist wirklich schön, schade, dass das Wetter so schlecht ist“, fand die Malenterin. Trotzdem wollte sie den Tag nicht nur drinnen verbringen und entschied sich für eine Fahrt nach Neukirchen. „Gekauft habe ich auch schon etwas“, sagte Krikau und zeigte einen großen Holzstern und eine Forelle. Flexibel sein musste Ernst-Otto Boll alias der Heilige Nikolaus. Eigentlich wollte er auf dem Weihnachtsmarkt Kindern mit Schokolade und Mandarinen eine Freude machen – nur dass kaum Kinder da waren. Also erfreute er die etwas älteren Kinder wie die 83-Jährige Elisabeth Beerbaum. „Er fragte, ob ich denn auch immer brav gewesen sei“, erzählte die Malkwitzerin. Dann habe er ihr gleich zwei Mandarinen gegeben. „Dabei konnte ich gar kein Gedicht aufsagen.“

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